Erstellt am 23. Februar 2016, 07:09

von Carina Rambauske

Projekt Teilausbildung. Pilotprojekt „Modulare Teilausbildung“ für die Erlangung von Teilqualifizierungen startet ab April.

Präsentation des Politprojekts »Modulare Teilausbildung«: Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer NÖ, Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka und Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS NÖ.  |  NOEN, Nlk/Filzwieser

Rund 25 Prozent der Arbeitslosen haben nur einen Pflichtabschluss. Das von Land NÖ, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und AMS ausgearbeitete Pilotprojekt „Modulare Teilausbildung“ soll entgegenwirken.

Dabei wird die Möglichkeit einer Teilqualifizierung geschaffen: Sollte ein Teilbereich nicht positiv abgeschlossen worden sein, werden die bestandenen Teile angerechnet. „Sie erhalten Teilqualifikationen, um am Arbeitsmarkt bestehen zu können“, so VP-Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka. Die modulare Teilausbildung wird in zwei Berufsgruppen (Metallverarbeitung, Betriebslogistik) in drei Regionen, nämlich im Industrieviertel, im Zentralraum und in Amstetten, erprobt.

Besserer Schutz vor Arbeitslosigkeit

In zwei Umsetzungsschienen soll das Projekt ab April anlaufen: „Du kannst was“ für jene, die einer Beschäftigung nachgehen, und „Kompetenz mit System“ für die, die keine Beschäftigung haben. Für Arbeitnehmer würde eine Höherqualifizierung besseres Einkommen und besseren Schutz vor Arbeitslosigkeit bringen, so Arbeiterkammer NÖ-Präsident Markus Wieser.

Das System: Die vorhandenen Fähigkeiten werden vom AMS überprüft. Anschließend erfolgt die Einstufung, der eine berufsbegleitende Ausbildung mit abschließender Prüfung folgt.

Teilausbildung auf weitere Bereiche ausweiten

Geht es nach Wirtschaftskammer Niederösterreich-Präsidentin Sonja Zwazl, soll es das Angebot bald flächendeckend geben: „Unser Ziel ist es, die modulare Teilausbildung bis Herbst auf weitere Bereiche auszuweiten, nämlich Holzbearbeitung sowie Maler- und Funktionsbeschichtungstechnik sowie eine rasche flächendeckende Umsetzung.“

AMS NÖ-Geschäftsführer Karl Fakler: „Die Qualifizierungen für die Jobsuchenden werden über das AMS NÖ gefördert.“