Erstellt am 05. Dezember 2017, 02:25

von Anita Kiefer

Neues System für mehr Sicherheit für Eisenbahnkreuzung. Eisenbahnkreuzungen auf der Mariazellerbahn werden vollautomatisch, die Errichtung günstiger.

Bei einer neuen RTMS-Anlage: Kurt Wittmann (Bürgermeister Gemeinde Rabenstein; v. l.), VP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing und NÖVOG Geschäftsführer Gerhard Stindl.  |  NÖVOG/Bollwein

Dank eines neuen Systems, genannt RTMS (rail traffic management system) werden die Eisenbahnkreuzungen entlang der Mariazellerbahn künftig vollautomatisch. Nähert sich ein Zug einer Eisenbahnkreuzung, wird über das RTMS-System via Funk die Lichtzeichen- oder Schrankenanlage der Kreuzung aktiviert. Hat der Zug die Kreuzung passiert, schaltet die Anlage ab.

Insgesamt werden 101 Bahnübergänge bis 2024 auf der Mariazellerbahn mit einer Sicherungsanlage sicherer gemacht. Mit der neuen RTMS-Technik sind aktuell 15 Kreuzungen ausgestattet. Vier weitere sollen heuer noch folgen. Die Neuerrichtung einer Lichtzeichen- oder Schrankenanlage mit RTMS kostet durchschnittlich 140.000 Euro, um 20.000 Euro weniger als mit der bisherigen Sicherung.

Die Kostenersparnis bei RTMS-Kreuzungen ergebe sich etwa aus dem Wegfall der Längsverkabelung, so VP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing. Außerdem sei das System weniger störungsanfällig. Für die Errichtung und Wartung der gesicherten Kreuzungen sei ein 25-Jahres-Vertrag mit den betroffenen Gemeinden geschlossen worden, so Gerhard Stindl, Geschäftsführer der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsges. m.b.H. (NÖVOG).

Bis 2024 soll durch die RTMS-Technik eine Million Euro eingespart werden.