Erstellt am 19. Juli 2017, 05:22

von Anita Kiefer

Blick in Zukunft ist ein skeptischer. Geschäftsklima laut Umfrage erstmals seit einem Jahr verschlechtert.

 |  Erich Marschik

Die NÖ Industriebetriebe blicken erstmals seit einem Jahr skeptisch in die Zukunft. Das ergab die quartalsweise Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV) NÖ. Das Konjunkturbarometer – der Mittelwert zwischen gegenwärtiger und zukünftiger Geschäftsentwicklung – sank im zweiten Quartal 2017 gegenüber dem ersten Quartal von 37,4 auf 33 Prozentpunkte.

Salzer fordert Arbeitszeit-Reform

Was die Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten angeht, sind die Betriebe zurückhaltend. Im ersten Quartal 2017 gaben 26 Prozent der Betriebe an, mit einer Verbesserung der Geschäftslage zu rechnen – im zweiten Quartal nur 17 Prozent. „Das ist nicht verwunderlich, schließlich sind grundsätzliche Reformen notwendig – zum Beispiel beim Arbeitszeitgesetz. Ende Juni haben die Sozialpartner immer noch keine Einigung zustande gebracht“, sieht IVNÖ-Präsident Thomas Salzer verunsicherte Betriebe.

Mit der aktuellen Geschäftslage sind 63 Prozent der befragten Unternehmen zufrieden. Der Saldo der derzeitigen Ertragssituation sank jedoch von 32 auf 19 Prozentpunkte. „Damit gibt es zwar weiterhin einen geringen Überhang jener Unternehmen, die meinen, dass sie gutes Geld verdienen. Insgesamt könnte die Ertragslage aber deutlich besser sein“, so Salzer. Lediglich 13 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden Umsätzen für die kommenden sechs Monate. Was die Beschäftigten angeht, sind die Betriebe optimistisch: 40 Prozent gehen davon aus, dass sie im kommenden halben Jahr Personal einstellen müssen, nur 13 Prozent rechnen mit Personalabbau.

An dieser Befragung im Auftrag der IVNÖ haben 32 Betriebe mit rund 12.590 Beschäftigten teilgenommen.