Erstellt am 10. Mai 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Jeder Klick ein Erfolg. Erfolgreicher Start in die Eigenständigkeit: Mit seinem jungen Unternehmen „InternetProjekt.net“ gestaltet Bernd Gloggnitzer den Facebook-Auftritt für Firmen.

Seit Jahren beobachtet Bernd Gloggnitzer die Social Media-Entwicklungen. Seine Erkenntnisse münden nun in seinem 2014 gegründeten »InternetProjekt.net«, mit dem er den Web-Auftritt von Firmen gestaltet.  |  NOEN, Carina Rambauske
„Erzähle der Welt, was du tust!“ Bernd Gloggnitzers Unternehmens-Credo klingt simpel. Auf den ersten Blick. Sein Start-up „InternetProjekt.net“ macht andere Unternehmen Facebook-fit. „Viele fürchten sich vor Facebook, weil sie befürchten, etwas falsch zu machen.

Und das ist gar nicht so verkehrt, weil Facebook seine Vorgehensweise und Richtlinien oft ändert“, erklärt Gloggnitzer. In solchen Fällen stellt der Unternehmer aus Pottschach (Bezirk Neunkirchen) seine Dienste zur Verfügung und machte damit sein Hobby zum Beruf. „Das Internet war schon immer meine Leidenschaft“, sagt Gloggnitzer über den Beginn seiner Geschäftsidee.

Keine Seltenheit: 14 Stunden Arbeit am Tag

Der gelernte Mechaniker, anschließender Qualitätskontrolleur und späterer Planschneider ist eigentlich in einer Landwirtschaft aufgewachsen. „Doch das war es einfach nie. Es war immer die Auseinandersetzung mit dem Computer. Ich glaube, ich war in meinem Geburtsort auch der Erste, der einen Internetanschluss hatte“, so Gloggnitzer.

Vor drei Jahren aktualisierte er für einen befreundeten Unternehmer dessen Website und betreute seinen Facebook-Auftritt. Er besuchte Kurse und trieb die Weiterbildung voran, bis die Arbeit in diesem Bereich so viel wurde, dass er im Jänner 2014 seinen Job als Planschneider kündigte und sich im November 2014 selbstständig machte.

Im ersten Geschäftsjahr konnte er 30.000 Euro Umsatz verzeichnen. „Mehr als ich erwartet und erhofft habe“, erzählt der Unternehmer. Viel Arbeit steckt dahinter, 14 Stunden Arbeit am Tag sind keine Seltenheit, denn Gloggnitzer gestaltet jeden einzelnen Beitrag für seine Kunden selbst. „Aber es fühlt sich nicht wie Arbeit an, weil ich es wirklich sehr gerne mache.“

Fleiß, Engagement und Leidenschaft allein machen seinen Erfolg jedoch nicht aus. „Ohne Netzwerken funktioniert es einfach nicht“, weiß Gloggnitzer, der seit seinem Entschluss in die Selbstständigkeit zu gehen, jede Woche am Netzwerktreffen des BNI (Business Networking International) in Neunkirchen teilnimmt.

„Bin zu meinen eigenen Erkenntnissen gelangt“

„Das BNI ist ein weltweites Netzwerk, das am Standort Neunkirchen aus rund 50 Unternehmen besteht, die sich gegenseitig unterstützen. Dadurch lernte ich viele Kunden kennen“, erklärt der Unternehmer. Von da an ging es mit InternetProjekt.net steil bergauf: Internationale Firmen, Handwerker, Zahnärzte, Beauty-Salons, aber auch Musiker und Moderatoren beauftragten Gloggnitzer, ihr Unternehmen auf Facebook präsent zu gestalten. „Praktisch heißt es, aus den Augen aus dem Sinn“, sagt der Pottschacher über die Gestaltung der Webpräsenz.

Ein gesunder Durchschnitt muss gefunden werden, wie oft und was gepostet werden soll. „Zu häufig nervt, aber wenn man zu selten postet, geht man unter“, weiß Gloggnitzer. Auch die Art der Postings wird genau beachtet: Hard-Facts oder eher Postings auf persönlicherer Ebene? „Das richtige Verhältnis, hängt vom jeweiligen Kunden ab. Bei einem Unternehmen werden die informativen Meldungen überwiegen, während hingegen bei Künstlern eher Backstage-Geschichten im Vordergrund stehen“, erklärt Gloggnitzer.

Auch das Erscheinungsbild, das richtige Verhältnis von Bild und Text, ist ein Kriterium, das die Aufmerksamkeit des Users lenkt. Auch der Tag und die Uhrzeit hängen davon ab, ob ein Posting erfolgreich wahrgenommen wird. „Ich habe jahrelang beobachtet, ausprobiert, auch Berichte und Statistiken darüber durchgearbeitet und bin jetzt selbst zu meinen eigenen Erkenntnissen gelangt“, so Gloggnitzer.

Sein Erfolgsgeheimnis? „Ich bin ein Mensch. Und ich höre genau zu, weiß, was mein Kunde möchte, und das kann ich gut vermitteln“, meint der Unternehmer schlicht.