Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:23

von Martin Gebhart

Jobs durch Technopole. Die vier Technopol-Standorte in NÖ erzielen laut einer Studie 685 Millionen Euro an Wertschöpfung pro Jahr.

 |  NOEN, ERNST REINBERGER

Bei seiner Antrittsrede gab es in der Vorwoche für den neuen Präsidenten der Industriellenvereinigung NÖ, Thomas Salzer, vor allem ein Projekt, das er lobend vor den Vorhang holte: das Technopol-Programm des Landes. Und tatsächlich belegt eine neue Studie des Wirtschaftsforschers Christian Helmenstein, wie wertvoll die vier Technopol-Standorte Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg für die Wirtschaft des Landes sind. Sie erzielen 685 Millionen Euro an Wertschöpfung pro Jahr. Und schaffen in den Regionen neue Jobs.

Das Technopol-Programm stützt sich auf Forschung, Wirtschaft und Bildung. Dieses Zusammenspiel hat für die Wirtschaft einiges vorangebracht. So wurden etwa in Wiener Neustadt Teile entwickelt, die beim NASA-Programm in den USA eingesetzt werden. VP-Landeshauptmann Erwin Pröll zur Bilanz des Technopol-Programms, das 2004 gestartet worden war: „162 Projekte wurden umgesetzt, und zwar mit einer Größenordnung von 355 Millionen Euro. An den vier Technopolen arbeiten 2.500 Personen, davon 1.400 Forscherinnen und Forscher.“ Wobei Helmenstein anhand der Studie ergänzte: „93 Prozent der gesamten Wertschöpfung an den Technopol-Standorten verbleiben in Niederösterreich.“

Die Standorte haben ein klares Profil: In Krems beschäftigt man sich mit Gesundheitstechnologien, in Tulln mit natürlichen Ressourcen und biobasierten Technologien, in Wieselburg mit Bioenergie, Agrar- und Lebensmitteltechnologie, in Wiener Neustadt mit Medizin- und Materialtechnologien.