Erstellt am 18. Oktober 2016, 00:15

von Anita Kiefer

Das Geschäft mit der Freizeit. Gutscheinverkauf ist und bleibt Kerngeschäft, Gründer Georg Schmiedl hat mit Jollydays aber noch viel vor.

Jollydays hat sich mit dem Verkauf von Eventgutscheinen einen Namen gemacht. Der erfolgt sowohl über die Website (Bild) als auch über Handelsketten wie Bipa oder Saturn.  |  NOEN

Ob Fallschirmsprung, Paar-Fotoshooting oder Krimidinner – es gibt kaum eine Freizeitaktivität in Österreich, für die nicht über Jollydays.at ein Gutschein gebucht werden kann. Und das seit 13 Jahren.

Gegründet wurde Jollydays vom Gablitzer Georg Schmiedl mit dem Purkersdorfer Erwin Bräuer und dem Deutschen Stefan Harder.

 |  NOEN

Das Geschäft mit der Freizeit boomt: Rund neun Millionen Euro hat Jollydays 2015 an Umsatz lukriert, Tendenz steigend. Ein Drittel des Umsatzes wird zu Weihnachten gemacht. Vertreten ist Jollydays aktuell in Österreich mit einem Büro in Wien und mit einer Münchner Niederlassung in Deutschland. In der Schweiz gibt es ein Konsiliarbüro.

Der Eintritt ins nicht-deutschsprachige Ausland ist zwar Thema, aber kein aktuelles. „Wir hatten die Diskussion mit einem Investor, der Richtung Osten gehen wollte“, so Schmiedl. „Aber wir haben uns dagegen entschieden.“ Man wollte stattdessen das Thema Freizeit stärker forcieren.

Es wurde eine weitere Plattform, Makeyourday.com gegründet. Der Unterschied zu Jollydays: Zu Beginn von Makeyourday im Jahr 2014 konnte man nur hier auch direkt Freizeittickets für eine konkrete Veranstaltung buchen. Mittlerweile ist dies auch auf Jollydays möglich.

Makeyourday konzentriert sich auch auf die Freizeitorganisation – hier gibt es etwa eine Community von 60.000 Personen, die Freizeitpartner suchen.

Für die Zukunft hat Schmiedl mit dem Freizeitgeschäft noch einiges vor. Etwa die Organisation von Polterabenden, die künftig auch online buchbar sein werden. „Wir haben schon eine Abteilung, die das macht, wenn Kunden anrufen“, erklärt Schmiedl.

2017 wird sich Jollydays zu einer zweiseitigen Plattform hinentwickeln. „Vergleichbar mit Airbnb, wo die Mieter mit den Vermietern direkt in Kontakt treten, wollen wir unseren Veranstaltern die Möglichkeit geben, sich beim Kunden zu präsentieren.“ Die Veranstalter sollen direkt spezielle Angebote an die Kunden richten können.

Die Kernzielgruppe von Jollydays ist übrigens Mitte 20 bis Ende 40 Jahre alt und internetaffin, aber Jollydays-Boxen können auch offline im Handel gekauft werden.

Zahlen/Daten

  • 35 Mitarbeiter sind bei Jollydays und Makeyourday.com beschäftigt, sechs davon in München.
  • Jollydays hat mehrere Hunderttausend Nutzer.
  • Am meisten gebucht werden auf Jollydays Erlebnisessen, Wellnessangebote, Room Escape, Lasertag und Fahrangebote (Auto über ein Wochenende ausborgen etc.)