Eisenstadt

Erstellt am 23. September 2016, 14:14

„Junge Wirtschaft ist Mutmacher für Österreich“. Bundestagung der Jungen Wirtschaft in Eisenstadt: WKÖ-Präsident Leitl, JW-Bundesvorsitzender Rohrmair-Lewis, WK-Burgenland Präsident Nemeth und JW-Burgenland Vorsitzender Csitkovics sehen Jungunternehmer als Fels in der österreichischen Wirtschaftsbrandung.

Bundestagung der Jungen Wirtschaft (JW) heißt zwei Tage Unternehmer-Spirit pur, wenn sich rund 1.000 Jungunternehmer, Gründer und Führungskräfte zu Diskussionen, Keynotes und Networking treffen. Gleich zu Beginn der diesjährigen Ausgabe macht WKÖ-Präsident Christoph Leitl klar, welche wichtige Rolle er in den jungen Entrepreneuren sieht.

„Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer sind die Mutmacher für das ganze Land, denn sie stehen für den ungebrochenen Unternehmergeist in Österreich. Mit ihrem Tatendrang und neuen Ideen sorgen sie für die wichtige Dynamik und Impulse am Markt, und das in einer Zeit, in der gute Nachrichten leider Seltenheitswert haben. Die 126 Neugründerinnen und -gründer pro Tag bedeuten für mich jeden Tag 126 Gründe, positiv in die Zukunft zu blicken. Meine Wachstumsprognose ist auf jeden Fall sonnig“, meint der WKÖ-Präsident in Anlehnung an das diesjährige Motto der Bundestagung.

16.324 Neugründungen im 1. Halbjahr 2016

Im ersten Halbjahr 2016 haben sich 16.324 Personen in Österreich selbstständig gemacht (ohne selbstständige Personenbetreuer) – durchschnittlich 126 pro Tag -, was ein „All-Time-High“ darstellt.

Besonders erfreulich für Leitl ist, dass nach fünf Jahren noch immer 68% der Unternehmen erfolgreich sind, was zu einem guten Teil auf die Leistung der Gründerservices der Wirtschaftskammern zurückzuführen ist. Denn: Im Vergleich dazu sind es europaweit mit 50% deutlich weniger. „Alleine im ersten Halbjahr 2016 haben die Neugründer insgesamt 39.000 Jobs geschaffen. Das verdient nicht nur große Anerkennung, sondern auch eine konsequente Verbesserung der Rahmenbedingungen für junge Betriebe“, fordert der WKÖ-Präsident.

Abschließend gratuliert der WKÖ-Präsident dem scheidenden JW-Bundesvorsitzenden Herbert Rohrmair-Lewis zu den letzten drei Jahren, in der die JW die Rahmenbedingungen für Gründer und junge Unternehmer positiv mitgestalten konnte.

Startup-Paket zu Unternehmer-Paket ausweiten

Den erfreulichen Gründerzahlen fügt der JW-Bundesvorsitzende, Herbert Rohrmair-Lewis, noch zwei weitere Ergebnisse hinzu. Laut der letzten market-Befragung unter 1.040 Jungunternehmern und Gründern sind 83% stolz darauf, Unternehmer zu sein. 71% würden sich – trotz aller Schwierigkeiten – heute wieder selbstständig machen.

„Jungunternehmer und Gründer sind der Fels in der österreichischen Wirtschaftsbrandung. Das hat endlich auch die Bundesregierung erkannt und erste wichtige Schritte zur Unterstützung der Gründer gelegt“, verweist der JW-Bundesvorsitzende auf das kürzlich vorgestellte Startup-Paket. Allerdings sei man hier am halben Weg stecken geblieben. „Alle Gründer leiden unter den erdrückenden Lohnnebenkosten, was gerade in der Startphase ein echter Chancenkiller sein kann. Darum muss die Lohnnebenkostenbefreiung für die ersten drei Mitarbeiter auch auf alle Gründer ausgeweitet werden. Das Startup-Paket muss zu einem umfassenden Unternehmer-Paket werden“, fordert Rohrmair-Lewis.

Wachstumssieger Burgenland als idealer Tagungsort

Im Tagungsort Eisenstadt sieht Peter Nemeth, Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland, den idealen Platz, um die positive Stimmung ins ganze Land hinauszutragen. Vor allem in puncto Gründungen verweist er auf eine stolze Entwicklung: „Die Gründer und Jungunternehmer nehmen für einen Wirtschaftsstandort eine wichtige Rolle ein. Mit mehr als 1.000 Unternehmensneugründungen pro Jahr zählt das Burgenland – gemessen an den Gesamtunternehmenszahlen – zu den gründungsintensivsten Bundesländern Österreichs“.

Gründerpotential aus Bildungsbereich besser abrufen

Deswegen ist es dem JW-Landesvorsitzenden des Burgenlandes, Dietmar Csitkovics, ein besonderes Anliegen, das vorhandene Startup- und Gründerpotential weiter zu heben. Einen wichtigen Hebel sieht er dabei im Bildungsbereich. „Mit dem preisgekrönten Projekt Startup-Burgenland haben wir schon ein funktionierendes Programm gestartet. Darin enthalten war auch die Startup-Challenge, um aus den Schulen und FHs im Burgenland die zukünftigen Gründerinnen und Gründer bestmöglich zu fördern. Genau das werden wir in den nächsten Monaten weiter intensivieren“, so Csitkovics.