Erstellt am 26. Juli 2016, 05:00

von Martin Gebhart

„Für Investitionen Vertrauen schaffen“. Für 2. Quartal sind Betriebe optimistischer, fürchten aber um Jobs.

Thomas Salzer: „Betriebe brauchen dringend Impulse, um Jobs absichern zu können.“
 
 |  Marschik

Eher zwiespältig ist das Ergebnis des Konjunkturbarometers der Industriellenvereinigung NÖ.  Einerseits ist der Wert von 17,5 auf 25,2 gestiegen, während es österreichweit von 26 auf 24 Punkte gesunken ist. Was zeigt, dass sich das Geschäftsklima in NÖ leicht verbessert hat. Andererseits rechnet jedes fünfte Unternehmen damit, in den nächsten drei Monaten Jobs abbauen zu müssen.

Thomas Salzer, NÖ Präsident der IV, beurteilt das so: „Was ihre derzeitige Situation betrifft, sind die Betriebe großteils wieder optimistischer gestimmt. Nur beim Ausblick überwiegt die gedämpfte Erwartungshaltung. Was wir jetzt dringend brauchen, sind spürbare Wachstumsimpulse, die neues Vertrauen in Investitionen schaffen.“

Der Großteil der Unternehmen rechnet im nächsten Halbjahr mit gleichbleibenden Erträgen. Während aber nur neun Prozent davon ausgehen, in naher Zukunft mehr Personal einzustellen, rechnet ein Fünftel der befragten Betriebe damit, dass Jobs abgebaut werden.

Salzer: „Angesichts dieser negativen Einschätzungen brauchen die Betriebe dringend Impulse, um Jobs absichern zu können. Forderungen nach einer Wertschöpfungsabgabe oder anderen neuen Steuern sind hier jedenfalls kontraproduktiv.“ Ein Rückgang wird speziell auch bei Auslandsaufträgen erwartet.