Erstellt am 16. Februar 2016, 07:04

von Markus Lohninger

Bauriese trotzt dem Markt. Gmünder Baufirma bläst bei Umsatz- und Mitarbeiter-Rekord zu Investitions-Offensive.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

So richtig will der Motor im Baugewerbe nicht ins Brummen kommen: Das Wirtschaftsforschungs-Institut schraubt die gedämpften Erwartungen an das laufende Jahr nach eingängiger Analyse sogar noch herunter.

Die Gmünder Baufirma Leyrer+Graf trotzt aber dem härter werdenden Umfeld: Geschäftsführer Stefan Graf blickt vor Vorliegen endgültiger Zahlen für 2015 auf ein Rekordjahr mit „deutlich über 200 Millionen Euro Umsatz“ zurück, man habe die Marktposition ausgebaut und auf organisatorischer Ebene zukunftsweisende Änderungen herbeigeführt. Der Höchststand von 1.703 Beschäftigten im August 2015 wird beim größten Baukonzern des Landes nicht lange halten: Mit Jahresbeginn übernahm Leyrer+Graf die Zweidrittel-Mehrheit an der Ploier+ Hörmann GmbH aus Oberösterreich, dadurch wird im Sommer voraussichtlich die 1.900-Mitarbeiter-Marke geknackt.

Im Jahr des 90. Firmenjubiläums steht Leyrer+Graf auch ein Investitionsrekord bevor – Baumeister Graf kündigt Investitionen von mehr als 20 Millionen Euro an. Am Standort Schwechat ist ein Zu- und Umbau geplant, das Büro von Graf-Holztechnik in Horn wird um eine Etage aufgestockt, und in Gmünd wird durch die Übersiedlung des Stamm-Bauhofes in den Nachbarort Wielands Platz für den Ausbau der Werkstatt frei.

„Die Zukunft wird nicht einfacher, solange die Bauwirtschaft stockt“, sagt Stefan Graf. Aber: „Wir fürchten uns nicht davor – weil wir an neuen Herausforderungen auch ungemein wachsen können.“