Erstellt am 02. Februar 2016, 07:03

von Teresa Sturm

Mehr Beschwerden über Inkasso-Büros. 36.000 Menschen wurden im Vorjahr von der Arbeiterkammer NÖ beraten. Stark im Steigen: Beratungen bezüglich Inkassobüros.

Abo-Fallen verstecken sich oft in Gratis-Apps fürs Smartphone.  |  NOEN, Nata-Lia/Shutterstock.com

Ein letztes Mal informierte die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) die Presse noch in den Räumlichkeiten in Wien. Ab 15. Februar ist der neue Standort der AK nämlich offiziell in St. Pölten.

Die Bilanz: Im Jahr 2015 wurden 36.000 Menschen in NÖ von der AK beraten. Vor allem was Beratungen bezüglich Inkassobüros betrifft, gab es einen Anstieg von 31 Prozent. Waren es 2014 „nur“ 880 Fälle rund um Inkasso-Büros, so waren es im Vorjahr 1.157 Fälle. Markus Wieser, AKNÖ-Präsident, fordert hier „eine gesetzliche Regelung, wonach die Inkasso-Spesen niemals die Grundforderung übersteigen dürfen“.

Abo-Fallen hinter gratis Handy-Apps

Im Bereich der Telekommunikation konnte ein Rückgang an Anfragen verzeichnet werden. Gerade aber Abo-Fallen, die sich hinter gratis Handy-Apps verstecken, würden laut AKNÖ bei Konsumenten immer noch oft für Ärger sorgen. 1.545 wandten sich wegen überhöhter Handyrechnungen sowie diverser Werbeanrufe an die Interessenvertretung.

Für die Konsumenten in Niederösterreich konnten im Jahr 2015 von der Arbeiterkammer 1,3 Millionen Euro erstritten werden. Außerdem konnte mit Beginn des neuen Jahres eine „langjährige Forderung der AKNÖ umgesetzt werden“, sagt Wieser. Denn nun gibt es auch eine Schlichtungsstelle ausschließlich für Verbrauchergeschäfte. Durch die sogenannten Schlichtungsstellen ist es möglich, teure Gerichtsverfahren zu vermeiden und andere Lösungen für jene Fälle zu finden.