Erstellt am 28. Oktober 2015, 08:02

von NÖN Redaktion

Hoffen auf Zulassung. Beizmittel gegen Maiswurzelbohrer könnte 2016 wieder freigegeben werden.

Die Bauern hoffen, dass Neonicotinoide 2016 wieder zugelassen werden, nachdem sie in staubsichere Sägeräte investiert hatten.  |  NOEN, Bayer CropScience

Seit Dezember 2013 sind Neonicotinoide in der Landwirtschaft von der EU verboten. Sie werden in diversen Studien für das Bienensterben verantwortlich gemacht.

„Die Bienendebatte hat uns wachgerüttelt“, sagt Nils Bauer, seit Jänner Österreich-Chef des Chemiekonzerns Bayer. Sie habe aber auch gezeigt, dass strenge Zulassungskriterien nichts wert sind, wenn Emotionen die öffentliche Debatte bestimmen.

Wegen des Bienensterbens hat Bayer 2011 das „Bayer Bee Care Programm“ gestartet. Experten suchen Lösungen, damit Imker Schädlinge und Krankheitserreger besser bekämpfen können. Es gilt, die vielen Faktoren der Bienengesundheit zu eruieren und Schädigungen zu vermeiden. Die Landwirtschaft hat in neue Maschinen investiert, die die Umweltbelastung minimieren, man hofft, dass Neonicotinoide bald wieder in der EU zugelassen werden.

Kulanzlösung für die Schäden an Weinreben

Ein Bayer-Mittel gegen Pilzbefall steht im Verdacht, heuer Schäden an Weinreben verursacht zu haben. Auf 400 Hektar in NÖ schätzt Weinbau-Geschäftsführer Konrad Hackl die Schadensfläche. Bayer hat sich bereit erklärt, Zahlungen an die Winzer zu leisten.