Erstellt am 12. April 2016, 05:34

von Heinz Bidner

neue Saison. Karten im Schnitt um zehn Prozent teurer.

Präsentierten den Start in die elfte NÖ-Card-Saison (v. l.): NÖ-Werber Christoph Madl sowie die Eigentümervertreter, Landesrätin Petra Bohuslav (VP) und Raiffeisen-NÖ-Wien-Boss Klaus Buchleitner.  |  NOEN, NLK/Filzwieser

Die NÖ-Card ist eine Erfolgsgeschichte für sich. Mit rund 180.000 Stück legte sie in der abgelaufenen, zehnten Saison wieder einen Verkaufsrekord hin.

„Das ist ein Plus von 36.000 Karten oder 25 Prozent“, sagt Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav (VP): „Eine solche Steigerung von einer Saison auf die nächste hat es bislang noch nicht gegeben.“ Nächstes Ziel sei das Knacken der 200.000er-Marke.

In der neuen Saison, die von Anfang April 2016 bis Ende März 2017 geht, stehen 325 Ausflugsziele in Ostösterreich zur Auswahl. Wer die Karte kauft, kann diese Attraktionen bei freiem Eintritt besuchen.

Gegenüber der letzten Saison sind 18 Destinationen weggefallen, weil sie die Vorgaben zur Teilnahme an der NÖ-Card nicht erfüllen konnten. „Das sind etwa 200 Eintritte pro Saison“, erklärt Christiana Hess, Geschäftsführerin der NÖ-Card. Darunter fallen unter anderem die Pulkauer Blutkirche, das Kornkreismuseum bei Kematen/Ybbs, das Magna Racino bei Ebreichsdorf oder das Museum des FK Austria Wien.

Dazugekommen sind zwölf neue Ausflugsziele. Darunter das Waldland und der Golfclub Herrensee im Waldviertel oder die Sommerrodelbahn samt Familienskiland in St. Corona.

Neu ist auch eine Kooperation mit dem Energiekonzern EVN. Der bietet nun seinen Strom- und Gaskunden eine Ermäßigung beim Kauf der Karte.

Kartenpreise sind gestiegen

Die Preise für die NÖ-Card sind insgesamt deutlich gestiegen. Im Schnitt um über zehn Prozent gegenüber der vorangegangenen Saison. Ein Erwachsener zahlt somit 59 Euro für eine neue Karte oder 54 Euro bei einer Verlängerung. Junge Menschen (6 bis 16 Jahre) zahlen 28 bzw. 25 Euro. Darunter ist der Eintritt frei.

Warum diese starke Teuerung? „Wir sind mit den Preisen nachgezogen, weil wir das in den letzten Jahren nur in kleinem Maße gemacht haben“, erklärt Christoph Madl, Chef der landeseigenen NÖ-Werbung, zu der die NÖ-Card GmbH gehört.

Was stimmt. So wurden die Karten in der Saison davor teils gar nicht oder nur um einen Euro teurer. „Das Produkt NÖ-Card ist nach wie vor sehr preiswert“, meint Madl.


Zur NÖ-Card

Eigentümer. Die Karte ist ein Produkt der NÖ-Card GmbH. Diese Gesellschaft gehört über die NÖ Werbung zu 74 Prozent dem Land NÖ. Den Rest hält die Raiffeisen Holding NÖ-Wien.

Kundenstruktur. Sechs von zehn Kartenbesitzern waren in der vergangenen Saison Stammkunden und haben die Karte verlängern lassen. 64 Prozent der NÖ-Card-Inhaber kamen aus NÖ, 34 Prozent aus Wien und der Rest aus dem Burgenland, OÖ und aus Nachbarländern.