Erstellt am 24. November 2015, 10:39

von Heinz Bidner

Neuer Fahrplan kommt. In weniger als vier Wochen müssen sich alle Bahn- und Busfahrer neu orientieren. Teuerungen noch nicht fixiert.

Der neue „Cityjet“, der ab kommendem Jahr auch auf der Franz-Josefs-Bahn verkehren soll, wird am 19. September ab 13.15 Uhr am Gmünder Bahnhof präsentiert. Die neuen Fahrpläne der ÖBB werden dabei wohl auch Inhalt von Gesprächen sein.  |  NOEN, ÖBB/Schacherhofer

Am 13. Dezember findet einer der umfangreichsten Fahrplanwechsel der letzten Jahre statt. Hauptgründe sind die Vollinbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofes in Wien und die Forcierung des Taktfahrplanes.

„Der neue Fahrplan bringt viele Verbesserungen, aber auch einige Verschlechterungen, weil wir einzelne Halte herausnehmen mussten, um die Takte einzuhalten“, erklärte Verkehrslandesrat Karl Wilfing (VP) diesen Donnerstag bei der offiziellen Fahrplanpräsentation für NÖ. Wie berichtet, werden auf der Franz-Josefs-Bahn sieben Haltestellen gestrichen, die weniger als 20 Personen pro Tag frequentierten. Zusätzlich ist auch die Haltestelle Oberstockstall mit Fahrplanwechsel Geschichte.

Umgekehrt verweist ÖBB-Regionalmanager Michael Fröhlich auf schnellere Züge auf der Franz-Josefs-Bahn, die das Waldviertel besser mit Wien verbinden würden. Unter anderem sei auch der Fahrplan zwischen St. Pölten und Krems neu gestrickt worden. Gröbere Änderungen gebe es auch auf der Ostbahn.

Gespräche im VOR über Teuerung laufen

Ob im Laufe des kommenden Jahres die Tickets im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) – wie zuletzt im vergangenen Sommer –  teurer werden, ist noch nicht entschieden. Es gebe immer Gespräche zwischen den Partnerunternehmen, so ein Unternehmenssprecher: „Ich kann Tarifanpassungen weder bestätigen noch dementieren.“


Westbahn-Streit

Ungeklärt war zu Redaktionsschluss, wie der Fahrplan auf der Weststrecke genau aussehen wird. Die WestBahn hatte die Direktvergabe zusätzlicher REX-Züge von Schieneninfrastrukturgesellschaft SCHIG und Verkehrsverbund Ost-Region VOR an die ÖBB beeinsprucht und eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Vergangene Woche hat das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen die SCHIG zurückgewiesen. Für diesen Dienstag wurde auch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wien zum VOR erwartet. Sollte die Vergabe rechtens sein, wäre laut ÖBB eine Aufnahme der REX- Züge in den neuen Fahrplan noch machbar. Aktuelle Entwicklungen auf www.nön.at/verkehr