Erstellt am 17. Juni 2016, 08:42

Niederösterreich ist „Europäische Unternehmerregion 2017". Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) kürt jährlich die Regionen mit den überzeugendsten und vielversprechendsten unternehmerischen Zukunftsvisionen zu „Europäischen Unternehmerregionen“. Diesmal wurden das Land Niederösterreich sowie die Regionen Westgriechenland und Extremadura (Spanien) ausgezeichnet.

Mag. Petra Patzelt (Geschäftsführerin RIZ Niederösterreichs Gründeragentur), Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Markku Markkula (Präsident des Ausschusses der Regionen), Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Mag. Georg Bartmann (Leiter Gruppe Wirtschaft, Sport und Tourismus des Amtes der NÖ Landesregierung).  |  NOEN, NLK Johann Pfeiffer
Im Zuge der Preisverleihung in Brüssel konnten Landeshauptmann Erwin Pröll und Landesrätin Petra Bohuslav die Auszeichnung für die „Niederösterreichische Wirtschaftsstrategie 2020“ entgegen nehmen.
 
Die Auszeichnung als „Europäische Unternehmerregion 2017“ sei nach dem „Award of excellence“ im Jahr 2002 und der Auszeichnung als innovativste Region Europas im Jahr 2007 „ein weiterer Meilenstein in der Regionalpolitik Niederösterreichs“, betonte der Landeshauptmann im Rahmen des Festaktes. Er sehe darin „eine klare Anerkennung für unsere Wirtschaftspolitik“.
 
Der Preis sei aber nicht nur eine Auszeichnung für die Region Niederösterreich, sondern vor allem auch ein „Kompliment an die Unternehmerinnen und Unternehmer“, betonte der Landeshauptmann weiters. In Niederösterreich sei man „sehr stolz auf unsere breit aufgestellte Wirtschaftsstruktur“, diese reiche „von innovativen Gründern über regional verwurzelte Klein- und Mittelunternehmen bis hin zu global agierenden Industriebetrieben“.

„Niederösterreich ist eine sehr aktive Region in Europa“
Erwin Pröll

Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav zeigte sich stolz: „Eine besondere Qualität hat diese Auszeichnung deshalb, weil in der Jury neben verschiedenen EU-Institutionen auch Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen und Unternehmensverbände mitentschieden haben. Unsere ,Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2020‘ mit dem Fokus auf aktive Identifikation und Mobilisierung von unternehmerischen Potenzial hat überzeugt und bestätigt unseren Weg in der Unterstützung und Begleitung von niederösterreichischen Unternehmerinnen und Unternehmern.“
 
Markku Markkula, der Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen, betont: „KMU sind die wichtigste Triebkraft für die Schaffung von nachhaltigem Wachstum und Arbeitsplätzen in Europa – dort entstehen acht von zehn Arbeitsplätzen. Die Regionen, die als Europäische Unternehmerregion ausgezeichnet werden, führen uns vor Augen, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften eine Schlüsselrolle bei der Stärkung des Unternehmertums spielen.“

Lob für "aktive Ermittlung und Mobilisierung"

Im Rahmen des Projektes „Europäische Unternehmerregion“ werden jährlich drei EU-Regionen ausgezeichnet, die ungeachtet ihrer Größe, ihrer Wirtschaftskraft und ihrer Kompetenzen eine herausragende und innovative unternehmerische Strategie haben. Die Regionen mit der überzeugendsten, weitsichtigsten und vielversprechendsten Vision werden zur „Europäischen Unternehmerregion“ gewählt. Die Jury setzt sich dabei aus Mitgliedern des Ausschusses der Regionen sowie aus Vertretern der EU-Institutionen und der Sozialpartner zusammen.
 
In Bezug auf Niederösterreich wurde seitens des Ausschusses der Regionen vor allem betont: „Die Abkehr vom passiven Anbieten von Dienstleistungen hin zur aktiven Ermittlung und Mobilisierung des unternehmerischen Potenzials ist das Schlüsselelement der niederösterreichischen Strategie für unternehmerische Innovation und Wachstum“. Als besonders positiv wurde von der Jury vor allem der effiziente Aktionsplan mit Schwerpunkt auf der Unterstützung bei der Unternehmensgründung und –ausgliederung hervorgehoben.
 
In der Wirtschaftsstrategie Niederösterreichs wurden Kernstrategien definiert, die alle dem Grundprinzip „Impulse und Akzente setzen“ folgen. Die dementsprechenden Leitmaßnahmen in den einzelnen Bereichen nehmen dabei Rücksicht auf den „Lebensweg eines Unternehmens“: von der Begleitung bei der erst vorhandenen Geschäftsidee über die Gründung und ersten Jahre bis hin zu Wachstum und Internationalisierung. Ebenso aktiviert werden sollen Betriebsansiedlungen und Innovationsprozesse in langjährig bestehenden Unternehmen.