Erstellt am 20. Januar 2016, 06:18

von Thomas Vogelleitner

Trotz Abgasskandal: VW klar Erster. Mit einem Marktanteil von fast 20 Prozent sind die Wolfsburger souverän unterwegs.

 |  NOEN, VW

58.893 Pkw wurden im Vorjahr in NÖ neu zugelassen – ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber 2014 (österreichweit: 308.555, plus 1,7 Prozent). In Zeiten wie diesen kein schlechtes Ergebnis. Wenn da nicht die Kurzzulassungen wären – für Wolfgang Schirak, Gremialobmann NÖ Fahrzeughandel, „eine deutliche Verfälschung der Statistik“. Auffällig seien die vielen Kurzzulassungen gegen Ende des Jahres.

Abgasskandal hin, Abgasskandal her: VW ist nach wie vor mit Respektabstand die erfolgreichste Automarke in NÖ. Dagegen hat Konzernschwester Audi bei den Verkäufen ein Minus von 19,3 Prozent eingefahren – die Premiumkonkurrenten BMW und Mercedes schafften ein Plus von 8,2 bzw. 8,6 Prozent.

„Das Elektroauto ist für Unternehmer eher uninteressant!“
Wolfgang Schirak, Gremialobmann NÖ Fahrzeughandel

Mit 57,9 Prozent ist der Diesel weiterhin der beliebteste Motor in NÖ, 40,4 Prozent entschieden sich für einen Benziner. Auffallend: Die Hybridversion Diesel/Elektro erreichte ein Verkaufsplus von 368 Prozent – von 25 auf 117 Autos. Das reine Elektroauto spielt nach wie vor eine Statistenrolle: 2015 wurden in NÖ 354 „Stromer“ verkauft – das sind 0,6 Prozent Marktanteil. Seit Anfang des Jahres ist die Anschaffung für alle rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge für Unternehmer vorsteuermäßig absetzbar. Wolfgang Schirak sieht dadurch keinen Vorteil: „So lange die Reichweite so gering ist, ist das Elektroauto für Unternehmer eher uninteressant! Der Mitarbeiter kann ja nicht alle zwei Stunden auf einen Kaffee gehen, während die Batterien aufgeladen werden.“

In NÖ sind derzeit noch immer rund 100.000 „Stinker“ unterwegs – deshalb fordert Wolfgang Schirak wieder eine „Verschrottungsprämie“ – „die würde den Verkauf spürbar ankurbeln und dem Staat Geld bringen“. Bezüglich Steuern: „In Österreich ist das Auto mittlerweile schon sehr teuer …“