Erstellt am 02. März 2016, 14:47

von Heinz Bidner

NÖ gegen flächendeckende Lkw-Maut. Immer unwahrscheinlicher wird die Einführung einer Maut auf Landesstraßen.

 |  NOEN, Symbolbild
Die Bundesländer überlegen seit dem Vorjahr, eine bundesweite Maut auf Landesstraßen für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen einzuführen, um zusätzliche Einnahmen zu lukrieren. Gegen Ende April sollen sich die Verkehrsreferenten der Länder neuerlich mit dem Thema beschäftigen und gegebenenfalls Beschlüsse fassen.
 
Allerdings zeichnet sich im Vorfeld ab, in welche Richtung die Entscheidung fallen könnte. Denn nach Günther Platter (Tirol), Markus Wallner (Vorarlberg) und Wilfried Haslauer (Salzburg) spricht sich nun mit  Erwin Pröll der vierte VP-Landeshauptmann dagegen aus. Das gab Wirtschaftskammer-NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl (VP) bei der Präsentation einer bundesweiten Wirtschaftskammer-Kampagne gegen eine Einführung der „Mega-Maut“ diesen Mittwoch bekannt.
 
Die Kammer befürchtet im Falle einer Einführung besonders die Benachteiligung ländlicher Regionen und sieht eine Überwälzung der Logistik-Mehrkosten auf die Konsumenten. Laut einer Studie der Wirtschaftsuni Wien würde die flächendeckende Maut Mehrkosten von 77 Euro pro Konsument und  Jahr bedeuten, so die Wirtschaftskammer.