Erstellt am 26. Juli 2016, 04:45

von Alexandra Eder

In Sachen nachhaltige Entsorgung Nase vorn. In Sachen Mülltrennung und Recycling hat Niederösterreich die Nase vorn. Um weitere Fortschritte zu erreichen, fokussiert man sich auf die junge Generation.

Mülltrennung: Damit Abfälle wiederverwertet werden können, müssen sie stofflich getrennt gesammelt werden.  |  NLK/Filzwieser

Besonders bei Kindern und Jugendlichen wollen die NÖ Umweltverbände ansetzen, wenn es um die Bewusstseinsbildung bezüglich Abfallvermeidung, Mülltrennung und Wiederverwertung geht.

„Oft werden die Kinder zu den Lehrern der Eltern“, weiß Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände. Mit Aktionen wie „Schule am Bauernhof“, Kinderbüchern oder einem „Umwelttheater“ setzt man bei der nächsten Generation an.

Die NÖ Umweltverbände bieten zudem seit letztem Jahr die Schulstunde „APPetit“ an, in der das Thema Lebensmittelabfallvermeidung behandelt wird. Auch im Zuge der Führerscheinausbildung wird in Niederösterreich zukünftig stärker auf das Thema Müllvermeidung eingegangen, denn „zu oft landet der Abfall im Straßengraben“, so VP-Umweltlandesrat Stephan Pernkopf.

Einsatzbereitschaft in Niederösterreich hoch

Über die Freiwilligen, die sich auch dieses Jahr tatkräftig an der Aktion „Wir halten NÖ sauber“ beteiligten, äußert sich Pernkopf stolz: „Das zeigt die Liebe unserer Landesbürger zur Natur, und das ist sehr wertvoll.“

Auch Kasser findet lobende Worte für das Bundesland, das sich, was Mülltrennung und Recycling angeht, im europäischen Spitzenfeld bewegt. Trotzdem gebe es weiterhin Verbesserungspotenzial.

Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände, setzt auf Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung.  |  NLK/Filzwieser

Um dieses auszuschöpfen, wurde unter anderem die Plattform „So gut wie neu“ ins Leben gerufen, auf der Produkte getauscht, verkauft oder verschenkt werden können. „Es ist wichtig, dass Altstoffe als Wertstoffe begriffen werden“, betont Kasser.

Ein weiteres Ziel sei, die Gemeindekooperationen in Niederösterreich auszubauen. Kasser wünscht sich eine Integration aller Gemeinden in einen regionalen Umweltverband. Dadurch erhofft er sich Kosteneinsparungen sowie bessere Serviceleistungen für die Bevölkerung.

Aktionen und Tipps unter: www.umweltverbaende.at