Erstellt am 01. November 2015, 08:49

NÖ-Wirtschaft begrüßt Paket. Sonja Zwazl: "Mit Senkung der Lohnnebenkosten geht lange Forderung des Wirtschaftsbundes in Erfüllung - Impulse zur Ankurbelung der Wirtschaft weiter forcieren."

Zusätzliche sechs Milliarden Euro für eine Wohnbau-Offensive sollen neue Arbeitsplätze schaffen.  |  NOEN, Wodicka
„Die vorgesehene Lohnnebenkostensenkung zwischen 2016 und 2018 bringt erstmals eine spürbare Entlastung für unsere NÖ Betriebe“, begrüßen Wirtschaftsbund-Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl und Direktor Harald Servus die vorgeschlagenen Maßnahmen beim heutigen Arbeitsmarktgipfel.

Konkret gesenkt werden sollen der Insolvenzentgelt-Sicherungsbeitrag um 0,1 Prozent ab 1.1.2016 sowie der Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds um 0,4 Prozent ab 1.1.2017 und um weitere 0,2 Prozent ab 1.1.2018.

 „Mit der Senkung der Lohnnebenkosten um fast eine Milliarde Euro bis 2018 senden wir ein wichtiges Signal an die Unternehmerinnen und Unternehmer“, betonen die Wirtschaftsvertreter

Sechs Milliarden für Wohnbau

Auch die konjunkturstimulierenden Impulse, die in den kommenden Jahren gesetzt werden, beurteilt Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl als wichtig: „Von der geplanten Wohnbau-Offensive, die eine zusätzliche Investitionstätigkeit von fast sechs Milliarden Euro initiieren soll, profitieren vor allem unsere Klein- und Mittelbetriebe.“

Wichtig sei es laut Zwazl aber, beim Thema Konjunkturstimulierung dran zu bleiben: „Vor allem mit einer Fortführung des Erfolgsmodells Handwerkerbonus und einer Aufstockung der Mittel für die thermische Sanierung würden wir unsere Unternehmen noch weiter stärken.“

Skepsis über Bonus-Malus-System

Vom geplanten Bonus-Malus-System ab 2018 ist Direktor Servus nicht überzeugt: „Dass die Unternehmen, die überdurchschnittlich viele ältere Arbeitnehmer beschäftigen, mit einer zusätzlichen Senkung der Lohnnebenkosten belohnt werden, heißen wir zwar gut.“

Unternehmen, die die geforderte Quote aber nicht erfüllen, mit einer Verdoppelung der Auflösungsabgabe zu belasten, findet Servus jedoch nicht zielführend. Die jetzt geplante Regelung habe allerdings schlimmere Anschläge auf die Wirtschaft verhindert.

von Wodlicka