Erstellt am 06. Januar 2016, 05:38

von Anita Kiefer

NÖM-Anteile verkauft. Raiffeisen Holding NÖ Wien, Mehrheitseigentümer der NÖM, verkauft knapp fünf Prozent ihrer Anteile an Milchgenossenschaft.

Leopold Gruber-Doberer, Geschäftsführer der MGN Milchgenossenschaft.  |  NOEN, Franz Gleiß

Die MGN Milchgenossenschaft Niederösterreich will Anteile an der Molkerei NÖM AG kaufen. Vergangene Woche hat die MGN den Kauf von zusätzlichen 4,83 Prozent an der NÖM bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet. Gekauft werden diese knapp fünf Prozent von der Raiffeisen Holding NÖ Wien, dem zweiten und gleichzeitig Mehrheitseigentümer der NÖM. Gibt die Bundeswettbewerbsbehörde grünes Licht, hält die Raiffeisen Holding NÖ Wien künftig bei 75 Prozent der Anteile, während jene der MGN auf 25 Prozent anwachsen.

„Die Bauern wollten mehr Verantwortung bei der Milchverarbeitung und der Milchvermarktung“, so Leopold Gruber-Doberer, Geschäftsführer der MGN, „und Raiffeisen war bereit, uns diese fünf Prozent zu verkaufen.“ Mehr sei finanziell für die MGN nicht möglich gewesen, die Initiative für den Kauf der NÖM-Anteile sei aber von den Milchbauern ausgegangen, sagt Gruber-Doberer gegenüber der NÖN. Die MGN hat sich außerdem ein Vorkaufsrecht für weitere Anteile der Raiffeisen an der NÖM gesichert, sollte Raiffeisen in der Zukunft Anteile verkaufen wollen. Ein Verkauf weiterer Anteile sei aktuell aber nicht geplant, so die Raiffeisen Holding gegenüber der APA.

Die MGN hat ihren Sitz – wie die NÖM AG – in Baden und vermarktet ihre gesamte Milchmenge an die NÖM. 2014 erwirtschaftete die NÖM AG mit 471 Mitarbeitern einen Jahresüberschuss von 7,75 Millionen Euro, der Umsatz lag bei 339,9 Millionen Euro.

2013 hingegen schrieb die Molkerei noch einen Verlust von 1,6 Millionen Euro; es folgte ein Umbau des Auslandsgeschäfts.