Erstellt am 16. Februar 2016, 06:59

von Daniel Lohninger

Oberbank setzt auf Niederösterreich. Zwei Milliarden Euro werden von St. Pölten aus betreut. Franz Frosch übernimmt Landesleitung.

Generaldirektor Franz Gasselsberger.  |  NOEN, zvg

„Wer nur auf die Kosten schaut, verzichtet auf Wachstum, Innovation und letztlich auf steigende Erträge.“ Das sagt Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger zu den in der Branche weitverbreitenden Plänen, Filialen zu schließen, Mitarbeiter abzubauen und Einheiten zusammenzulegen.

Die in Linz ansässige Oberbank geht den entgegengesetzten Schritt und eröffnet neue Filialen. Vier werden es in diesem Jahr sein – davon allerdings keine in Niederösterreich. „Wir sind hier sehr gut aufgestellt“, erklärt Gasselsberger. Niederösterreich war der erste Markt, den sich die oberösterreichische Bank vor 30 Jahren außerhalb ihres Kerngebietes vornahm. Mittlerweile werden hier von der Landeszentrale in St. Pölten aus insgesamt 15 Bankstellen mit 120 Mitarbeitern und einem Geschäftsvolumen von zwei Milliarden Euro betreut. Neu an der NÖ-Spitze ist der St. Pöltner Franz Frosch: Der bisher bei der Bank Austria tätige Banker ist seit Anfang des Jahres bei der Oberbank und wird 2017 die Landesleitung von Ferdinand Ebner übernehmen.

In neue Filialen investieren kann die Oberbank, weil sie seit 2010 laufend steigende Gewinne ausweist – in der vorläufigen Bilanz 2015 sind es 182 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg von 17,8 auf 18,3 Milliarden Euro, die Kernkapitalquote von 11,6 auf 13,5 Prozent.