Erstellt am 02. Februar 2016, 05:28

von Anita Kiefer

ÖBB investieren in NÖ. Im Investitionsprogramm 2016 der ÖBB-Infrastruktur ist ein Investitionsvolumen von 603 Millionen Euro geplant. Etwa erfolgt heuer der Baustart für den Bahnhof Tulln.

Der Bahnhof Hollabrunn wird 2016 renoviert.  |  NOEN, Archiv

In den Bahnhofsausbau, Güterterminals, die Instandhaltung und Erneuerung des bestehenden Schienennetzes und in Streckenneu- und Ausbauten werden 2016 603 Millionen Euro bei den ÖBB in die Ostregion investiert. Ein großer Schwerpunkt liegt dabei auf der Bahnhofsmodernisierung.

„In den letzten sieben Jahren haben wir österreichweit circa 170 Bahnhöfe modernisiert“, so der Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, Franz Bauer. 70 davon in der Ostregion. Das Ziel: Bis 2025 sollen 90 Prozent der Bahnhöfe modernisiert sein. Heuer sollen es etwa die Bahnhöfe Hollabrunn und Wien-Penzing sein. Außerdem fällt heuer der Startschuss für den Bau des Bahnhofs Tulln.

Ausbau der Park & Ride-Anlagen

Was Park & Ride-Anlagen angeht, sollen heuer in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland 1.500 neue Pkw- und 700 Fahrradplätze geschaffen werden. Insgesamt gibt es aktuell 32.500 Pkw-Stellplätze in der Ostregion. Bis Ende des Jahres sollen außerdem 19 Bahnhöfe in der Ostregion – etwa Mödling und Baden – mit WLAN ausgestattet werden, österreichweit sollen es 30 sein.

Im laufenden Jahr müssen sich die Kunden der ÖBB aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen in die Schieneninfrastruktur auf einige Streckensperren einstellen. Sieben große Totalsperren sind 2016 geplant, etwa auf der Weststrecke im Wienerwald, auf der Neubaustrecke Wien-St. Pölten und auf der Semmering-Bestandsstrecke. Was Streckenausbauten angeht, startet heuer der Ausbau Wien-Bratislava über Marchegg. In dieses Projekt werden insgesamt 500 Millionen Euro investiert.

Bis 2021 werden in die Ostregion 3,7 Milliarden Euro investiert. Der Semmering-Basistunnel oder eben der Ausbau der Strecke Wien-Bratislava gehören dabei zu den größten Bauprojekten.


Investitionen

Die 603 Millionen Euro gliedern sich folgendermaßen:

Für Neu- und Ausbauinvestitionen sind 393,8 Millionen Euro vorgesehen, für Reinvestitionen inklusive Park&Ride-Anlagen und Lärmschutz 184 Millionen Euro und für das Güterzentrum 25,2 Millionen Euro.