Erstellt am 22. März 2016, 06:54

von Gina Christof

Opfer des Öl-Marktes. 2015 kündigte Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann 75 Mitarbeiter in Ternitz. 60 Prozent Rückgang bei Auftragseingängen.

Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender: »Ich gehe davon aus, dass die Talsohle noch nicht erreicht ist.«  |  NOEN, Christian Jungwirth/Schoeller-Bleckmann

Der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann hat im vergangenen Jahr 75 Mitarbeiter an seinem Standort in Ternitz gekündigt. „Wir haben momentan sehr herausfordernde Zeiten“, so Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG.

Es gebe aktuell ein Überangebot an Öl am Markt, das auf die Preise drücke. „Dadurch investieren die Ölgesellschaften weniger“, sagt Grohmann. 2015 verzeichnete das Unternehmen bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von rund 60 Prozent auf 204 Millionen Euro.

Weiterer Mitarbeiterabbau möglich

„All das hat zu einem Einbruch bei den Ergebnissen geführt“, so Grohmann. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten (EBIT) ging so gegenüber 2014 um fast 97 Prozent von 106,7 Millionen auf 3,7 Millionen Euro zurück. „Der Vergleich fällt auch deshalb so krass aus, weil wir 2014 das zweitbeste Jahr der Firmengeschichte hatten“, meint Grohmann.

Auch dem Geschäftsjahr 2016 blickt Grohmann verhalten entgegen: „Eine Besserung wird erst dann eintreten, wenn sich Nachfrage und Angebot ausgleichen.“ Ein weiterer Mitarbeiterabbau sei dabei nicht gänzlich auszuschließen.