Neunkirchen

Erstellt am 18. Mai 2017, 09:16

von NÖN Redaktion

Dating made in NÖ. Die Dating-App „Candidate“ hat mittlerweile weltweit fast 500.000 User in 200 Ländern der Welt, sogar in Indien. Kreiert haben sie acht Niederösterreicher.

Über „Candidate“ sollen Menschen zueinander finden, ohne rein das Aussehen der möglichen Dating-Kandidaten zu beurteilen.  |  teksomolika

Reines Aussehen und Weiterwischen soll nicht alles sein, was bei einer Dating-App zählt. Dieses Credo verfolgen die acht Niederösterreicher, die Ende 2015 die Dating-App „Candidate“ ins Leben gerufen haben.

Das Prinzip der App der aus dem Raum Neunkirchen stammenden Entwickler-Crew: Bevor ein Nutzer mit einer Person chatten oder deren Bilder ansehen kann, muss er Quizfragen beantworten – angelehnt an die Kuppelshow „Herzblatt“.

Die Dating-App „Candidate“ kann kostenlos im Appstore runtergeladen werden.  |  NÖN

„Die Idee zu Candidate ist eigentlich aus einem anderen Projekt auf Frage-Antwort-Prinzip entstanden. 2014 kam uns dann die Idee, eine Dating-App daraus zu machen, ab Anfang 2015 haben wir uns an die Umsetzung gemacht“, erzählt Markus Mellmann, einer der Co-Gründer. Nach 1,5 Jahren hat die App mittlerweile 500.000 Nutzer weltweit.

„Unser stärkster Markt ist Deutschland, daneben Österreich, die Schweiz, Dänemark. Und immer mehr auch die USA und Indien“, verrät Mellmann. Die App hatte laut Mellmann bereits Zugriffe aus 200 Ländern der Welt. Der Fokus liegt stark auf dem Ausbau der Nutzerzahlen in Deutschland. „Das gelingt uns in den Ballungsräumen – also Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt, Köln und Dortmund – auch sehr gut“, so Mellmann.

Angepeilt werden für 2017 eine Million User

Für das laufende Jahr 2017 hat sich das mittlerweile zwölfköpfige Candidate-Team ein ehrgeiziges Ziel gesetzt – nämlich die Ein-Millionen-Marke bei den Nutzerzahlen zu knacken.

Die Candidate-Erfinder haben Anfang des Jahres daran gedacht, innerhalb der grundsätzlich kostenlosen App spezielle kostenpflichtige Premium-Tools zu installieren. Von diesem Plan sei man jedoch wieder abgekommen, erzählt Mellmann. Der Plan sei aktuell, Kooperationen mit Unternehmen zur Monetarisierung einzugehen, von denen auch die User profitieren. Dieses Modell soll zur Eigenfinanzierung beitragen.

Aktuell wird die App von einem Investor finanziert. Gemeinsam mit diesem haben die Candidate-Gründer auch die Infinity Innovative Projects GmbH gegründet, mit der noch weitere webbasierte Projekte umgesetzt werden sollen. Über Details zu den Konzepten, Kosten und den konkreten Business-Plan verrät Mellmann aber noch nichts.