Erstellt am 16. November 2015, 14:30

von APA/Red

Plattform "Verkehrswende NÖ" für umweltfreundliche Mobilität. "Weg vom Autozwang in weiten Teilen Niederösterreichs, hin zu hochwertigem öffentlichen Verkehr und kluger Regionalentwicklung": Vorrang für umwelt- und menschenfreundliche Mobilität ist das Ziel der neu gegründeten Plattform "Verkehrswende Niederösterreich".

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Als Hauptanliegen wurde in einer Aussendung am Montag genannt, dass keine neuen Autobahnen und Schnellstraßen gebaut werden sollten.

Trotz Klimawandel werde der Autoverkehr weiter angekurbelt, verwiesen die Initiatoren auf "allein drei neue Autobahnen im Weinviertel" und Projekte wie die Traisental-Schnellstraße (S34). Bahninfrastruktur und öffentlicher Verkehr im Bundesland würden hingegen weiter ausgedünnt. Im Budgetvoranschlag 2016 stünden fast 370 Millionen Euro für den Straßenbau knapp 127 Millionen für den Bereich "Verkehr sonstiges", in den Verkehrsverbünde und NÖVOG fielen, gegenüber. Das Wort "Fahrrad" finde sich im gesamten Dokument kein einziges Mal.

Die Plattform - mit dabei ist etwa die Initiative "Zukunft statt Autobahn" und der "Verein Lebenswertes Traisental" - tritt u.a. für eine Verbesserung der regionalen Bahn- und Buslinien, eine 365-Euro-Jahreskarte auch in Niederösterreich oder die Ausweitung der Kernzone 100 ein. Erstes Projekt sei eine niederösterreichische "Landkarte der Geld- und Ressourcenverschwendung", die Projekte von A wie A5 Nordautobahn bis Z wie Umfahrung Zwettl beleuchtet. Derzeit seien "16 konkrete Missstände" erfasst. Die Liste werde weiter wachsen, wurde angekündigt (www.verkehrswende.at/noe/).