Erstellt am 28. September 2015, 10:01

von Anita Kiefer

Plus bei Privatinsolvenzen. In NÖ gibt es in den ersten drei Quartalen 2015 um 17,4 Prozent mehr Privatinsolvenzen als im Vorjahr.

Symbolfoto Shutterstock/gopixa  |  Shutterstock/gopixa

In Prozenten gesehen ist Niederösterreich bundesweiter Spitzenreiter, was die Privatinsolvenzen in den ersten drei Quartalen 2015 betrifft: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Insolvenzen um 17,4 Prozent gestiegen.
Waren es 2014 noch 672 Fälle von Privatinsolvenzen, sind es heuer laut aktueller Hochrechnung des Kreditschutzverbands KSV1870 789. Die Gesamtsumme der Passiva in NÖ bei den Privatinsolvenzen ist von 119 Millionen Euro 2014 auf 138 Millionen Euro 2015 gestiegen. Bundesweit wurde heuer über 6.657 Personen ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet.

Bei den Firmeninsolvenzen hingegen ist NÖ im Vergleich zum Vorjahr stabil, die Zahl ist hier sogar leicht um 0,5 Prozent auf 623 Fälle gesunken. Zum Vergleich: 3.822 Fälle von Firmeninsolvenzen gibt es 2015 in den ersten drei Quartalen in Österreich.

Gesunken ist auch die Höhe der Passiva bei Firmenpleiten in NÖ – sie hat sich von 2014 noch 401 Millionen Euro auf 2015 nur noch 205 Millionen Euro mehr als halbiert.