Erstellt am 17. August 2016, 05:33

Können E-Autos als Erstwagen genutzt werden?. Wie denkt ihr darüber? Diskutiert mit und stimmt ab!

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Herbert Greisberger Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ  |  NOEN, Daniel Gitau Baumgarten

PRO:
Herbert Greisberger Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ

Ein E-Auto kann einen Pkw mit Verbrennungsmotor bereits heute ohne Komfortverlust ersetzen. 95 Prozent aller Fahrten sind kürzer als 100 Kilometer. Die Reichweite von E-Autos liegt zwischen 100 und 200 Kilometern – Tendenz steigend. Ich rate, das individuelle Fahrprofil, etwa die Strecken zum Arbeitsplatz oder Einkauf, genau zu prüfen.

Für Ausflüge oder Urlaubsreisen stellen viele Autohändler E-Auto-Besitzern kostenlos ein Leihauto zur Verfügung. Weiters wächst die öffentliche Ladeinfrastruktur in Niederösterreich stetig. Allerdings erfolgen 80 bis 90 Prozent der Ladungen zu Hause oder am Arbeitsplatz.

Ein großer Anreiz für die Konsumenten in Niederösterreich sind attraktive Förderungen bei der Anschaffung sowie um bis zu 50 Prozent Ersparnis an laufenden Kosten.

 

Max Lang Cheftechniker des ÖAMTC  |  NOEN, ÖAMTC

KONTRA:
Max Lang Cheftechniker des ÖAMTC

Ich betrachte den Anschaffungspreis von E-Autos als eine der größten Hürden für das breite Publikum. Vergleichbare Diesel- oder Benzinfahrzeuge kosten bis zu 8.000 bis 10.000 Euro weniger, was für viele natürlich ein wichtiges Argument ist.

Ebenfalls sollte bedacht werden, wie lange Strecken regelmäßig zurückgelegt werden müssen. Da das E-Auto keine große Reichweite hat, muss immer darauf geachtet werden, eine Ladestation in der Nähe zu haben, problematisch kann das zum Beispiel im Urlaub werden. Kann man sich ein E-Auto also als Zweitfahrzeug leisten und nutzt dieses nur für kurze Strecken, an denen sich auch Ladestationen befinden, ist das E-Auto alltagstauglich.

Doch um es als Erstwagen zu fahren, scheinen mir die Hürden nach wie vor zu hoch.

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