Erstellt am 19. Juli 2016, 05:09

Soll die Hausbank für Bankomatgebühren aufkommen?. Wie denkt ihr darüber? Diskutiert mit und stimmt ab!

 |  NOEN

PRO:
Rainer Spenger, Geschäftsführer Verein für Konsumenteninformation

Rainer Spenger, Geschäftsführer Verein für Konsumenteninformation  |  NOEN, VKI

Die Einführung einer Bankomatgebühr ist für uns eine reine Geldbeschaffungsaktion auf Kosten der Kunden. Der VKI spricht sich deshalb ganz klar dagegen aus und prüft aktuell eine Klage. Betroffenen raten wir, bei ihrer Hausbank gegen die Gebühr Einspruch zu erheben. Grundsätzlich: Die Diskussion um Bankomatgebühren ist nicht neu. Bisher bestand aber das Einvernehmen, dass sich Abhebungen am Bankomat zwischen den Banken ausgleichen. Außer Frage steht für uns, dass eine Behebung bei der Hausbank gratis sein muss. Kosten von einem anderen Geldinstitut oder einem Drittanbieter (wie eben Euronet) dürfen nicht auf die Kunden abgewälzt werden. Eine Weiterverrechnung müsste zudem im Kontovertrag ausdrücklich vereinbart werden.

 

KONTRA:
Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung, WKO

Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung, WKO  |  NOEN, Foto Wilke

Schon seit Jahrzehnten definieren Banken gemeinsam mit ihren Kunden, wie ihre Verträge aussehen. Wenn es also Anliegen gibt, glaube ich, dass es die beste Lösung ist, das Gespräch mit der zuständigen Bank zu suchen. Das kann Zeit und Ärger ersparen. Abgesehen davon: In anderen Ländern ist es Usus, dass für das Beheben von Geld Gebühren erhoben werden. In Österreich ist der Zugang zum eigenen Geld am Automaten der Hausbank kein Thema. Zudem haben wir in Österreich die höchste Bankomatdichte in ganz Europa. Jeder hat also die Wahl zu entscheiden, wo er sein Geld behebt. Essenziell ist, dass für Kunden die Transparenz gewährleistet wird und sie sich darüber im Klaren sind, wenn Kosten für die Behebung an einem Bankomat in Rechnung gestellt werden.

 

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