Erstellt am 31. August 2016, 05:25

von Teresa Sturm

Hohe Qualität beim Wein. Laut Österreichischem Weinbauverband ist der steirische Wein am schlimmsten vom diesjährigen Frost betroffen. Für Niederösterreich wird eine Durchschnittsernte erwartet.

Auch Weine aus NÖ sind vom diesjährigen Frost betroffen. Ein trockener Herbst ist für eine gute Ernte nun wichtig.  |  NOEN, Ö. Hagelversicherung

Vier eisige Nächte im April. Die sind der Hauptgrund dafür, dass der Österreichische Weinbauverband nur eine kleine Weinmenge für 2016 erwartet.

Hinzu kommen die Hagelunwetter im Mai, die die Steiermark besonders getroffen haben. Dort werden nur 25 Prozent der Erntemenge eines Normaljahres prognostiziert. Aber auch das Südburgenland, die Weinbaugebiete rund um den Neusiedlersee und das nördliche Niederösterreich sind betroffen.

Sehr gute Erträge erwartet

Frostschäden würden sich in Niederösterreich aber in Grenzen halten, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes. „In der westlichen Wachau sowie in einzelnen Sortenspektren hatte man Einbußen“, so Schmuckenschlager.

In den übrigen Gebieten Niederösterreichs würden aber sehr gute Erträge erwartet. Durch den Regen gäbe es sehr vitale Rebstöcke, und daher gehe man von einer hohen Qualität aus. Wichtig dafür sei, dass der September trocken und schön wird. Dann geht man auch für Niederösterreich von einer mengenmäßig durchschnittlichen Weinernte (etwa 1,3 Hektoliter) aus.

Neues für den kommenden Jahrgang gibt es gesetzlicher Natur. Vor allem im Herkunft-Bezeichnungsrecht gab es Veränderungen, in erster Linie, was den Bereich Sekt betrifft. Durch eine Verordnung wird es hier eine Qualitätspyramide mit den Begriffen „Klassik“, „Reserve“ und „Große Reserve“ geben. Aber auch die Abgrenzung der Weinbaugebiete wird neu gehandhabt: Zum Beispiel wurden die bisherigen allgemeinen Weinbaugebiete des Burgenlandes zugunsten der DAC-Herkünfte aufgelassen.