Erstellt am 18. Oktober 2016, 02:03

von Martin Gebhart und Anita Kiefer

Die Projekte der ÖBB. ÖBB-Rahmenplan im Budget sieht 2,4 Milliarden Euro für Investitionen in NÖ vor. Größter Brocken: Semmering-Basistunnel.

Neben Neubau- und Ausbauinvestitionen sind zusätzlich 566 Millionen Euro für Lärmschutz, Reinvestitionen und Park&Ride-Anlagen im ÖBB-Rahmenplan vorgesehen.  |  Schiffer Photodesign

Im österreichischen Budget, das in der Vorwoche im Parlament präsentiert wurde, ist auch der ÖBB-Rahmenplan für Investitionen in den Jahren 2017 bis 2022 enthalten.

Für Niederösterreich sind in diesen Jahren 2,4 Milliarden Euro für Neu- und Ausbauinvestitionen vorgesehen. Dazu kommen weitere 866 Millionen Euro für Lärmschutz, Reinvestitionen sowie Park&Ride-Anlagen.

Das meiste Geld fließt in diesen Jahren in den Semmering-Basistunnel, der im Jahr 2026 in Betrieb gehen soll. Bis zum Jahr 2022 sind 1,7 Milliarden Euro dafür eingeplant.

Weitere Investitionsprojekte sind der zweigleisige Ausbau der Pottendorfer Linie zwischen Wien und Wampersdorf (471 Millionen Euro), der Ausbau des Marchegger Astes (373 Millionen Euro), die Güterzugumfahrung St. Pölten (2017 fertig, 38,5 Millionen Euro), der Streckenausbau der Nordbahn (2020 Baubeginn, 194 Millionen Euro), der viergleisige Ausbau zwischen Ybbs und Amstetten (15 Millionen Euro), der Bahnhofsumbau Tulln (35,5 Millionen Euro), die Elektrifizierung zwischen Her-zogenburg und Krems (13,5 Millionen Euro) sowie die Errichtung der Ebenfurther Schleife (Baubeginn 2021, 42,6 Millionen Euro).

Teilsperre der Strecke Wien-St. Pölten

Baumaßnahmen sind es auch, die zwischen 12. und 15. November für eine Teilsperre der Bahnstrecke zwischen Wien, Tullnerfeld und St. Pölten führen.

Weil neue Weichenverbindungen in einigen Abschnitten eingebaut und Systemvorarbeiten für mehr Züge auf der Strecke im Jahr 2017 geleistet werden müssen, wird an diesen vier Tagen der gesamte Personenverkehr zwischen Wien und St. Pölten über Neulengbach umgeleitet. Rund 308 Personenzüge sind betroffen.

Auch die Güterzüge werden umgeleitet, entweder über Neulengbach oder Herzogenburg. Bahnnutzer werden von den ÖBB angehalten, in diesen vier Tagen mehr Zeit für ihre Wege einzuplanen.