Erstellt am 10. Mai 2016, 08:04

von Martin Gebhart

Änderung bei Bankenabgabe?. Mitterlehner-Ansage bei Jahrestagung. Raiffeisen-Obmann Erwin Hameseder kritisiert Österreichs „Turbo-Regulatorik“.

Bei der traditionellen Jahrestagung von Raiffeisen NÖ-Wien: VP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner mit Raiffeisen-Obmann Erwin Hames-eder und Raiffeisen-Generaldirektor Klaus Buchleitner im vollen Messe Congress Center in Wien.  |  NOEN, Raiffeisen

Für eine Änderung der Bankenabgabe, die derzeit eine Doppelbelastung für die Banken sei, sprach sich VP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner bei der Jahrestagung der Raiffeisen-Holding und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien aus. Genauso wandte er sich gegen das „Golden Plating“, mit dem in Österreich oft EU-Vorschriften noch verschärft werden. Mitterlehner: „Warum sollen wir in Österreich EU-Vorschriften noch weiter aufdoppeln und damit die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Banken schwächen.“

Dass die derzeitigen extrem fordernden Rahmenbedingungen ständige Veränderungsbereitschaft erfordern, erhob Raiffeisen-Obmann Erwin Hameseder in seiner Rede zur Forderung. Hameseder: „Wir müssen bereit sein, uns zu verändern und neue Formen der Kooperation ins Auge fassen.“ Von der Politik und den Aufsichtsbehörden forderte er gleichzeitig eine „intelligente Deregulierung statt einer anhaltenden Turbo-Regulatorik“.

Das Motto der Jahrestagung war „Professionalität – die Kraft, die verändert“. Vor über 1.000 Gästen aus Politik, Wirtschaft und der Raiffeisen-Gruppe gab dazu eine Expertenrunde Tipps. Wobei man zur Erkenntnis gelangte, dass das eigene Bauchgefühl, basierend auf Erfahrung, der Schlüssel zu professionellem Handeln ist.