Erstellt am 29. April 2014, 12:13

von Heinz Bidner

Raiffeisen trennt sich von Energiesparte. Der Beteiligungsriese will seine 63 Anlagen noch heuer verkaufen. Jede dritte davon befindet sich in NÖ.

 |  NOEN, APA
Die Raiffeisen Holding NÖ-Wien setzt ihren Konsolidierungsprozess fort und hat für heuer einen großen Verkauf geplant: Sie will ihre gesamte Sparte Erneuerbare Energie, die in der Tochter Renergie gebündelt ist, abtreten. Das gab Generaldirektor Klaus Buchleitner bei der Bilanzpräsentation diesen Dienstag bekannt.

Details will man noch nicht verraten

„Wir versuchen, alle Geschäftsfelder nachhaltig abzusichern“, erklärt Buchleitner. Aus Gründen der hohen Kapitalbindung werde man daher diesen Geschäftsbereich, der große Investitionen bedingen würde, verkaufen.

Interessenten gebe es zwar schon viele, Details möchte Buchleitner derzeit aber noch nicht verraten. Weiterhin tätig will Buchleitner allerdings bei der Finanzierung von Energieanlagen bleiben.

22 Anlagen in Österreich vor Verkauf

Insgesamt stehen bei Raiffeisen 63 Anlagen im In- und Ausland zur Disposition. 22 davon befinden sich in NÖ: Windpark HAGN im Weinviertel (19 Anlagen), Wasserkraftwerk Feistritztal, Biogasanlage Orth/Donau. Ein weiterer Windpark in Deutsch Haslau wird Mitte 2014 fertig gestellt.

In der Slowakei verfügt die Renergie über 30 Standorte, in Tschechien über einen (vor allem Photovoltaik). In Deutschland gibt es zehn Anlagen (vor allem Biogas).
 
Weitere große Verkäufe sind damit nicht geplant, so Buchleitner. Es gebe derzeit aber auch keine konkreten Pläne für Zukäufe.

Kräftige Ergebnissteigerungen

Das Vorjahr verlief für die Raiffeisen-Holding, die rund 700 Beteiligungen unter sich bündelt, recht gut. Das Jahresüberschuss vor Steuern stieg auf 179,9 Millionen Euro (2012: minus 29,8 Millionen Euro).

Auch die wichtigste Beteiligung, die Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien, konnte den Konzernjahresüberschuss vor Steuern auf 125,1 Millionen Euro steigern (16,8 Millionen Euro). Die Eigentümer dieses Raiffeisen-Reiches, die 67 Raiffeisenbanken in NÖ, schafften ein Ergebnis (EGT) von 121 Millionen Euro (112 Millionen Euro).