Erstellt am 03. Mai 2016, 06:04

von Heinz Bidner

Weniger Traktoren verkauft. Der Großhändler spürt die rückläufige Investitionsbereitschaft der Bauern und Lagerhausmarkt-Kunden.

RWA-Chef Reinhard Wolf rechnet auch heuer mit schwacher Wirtschaftsentwicklung.  |  NOEN, Hoefinger

„Ob man saniert oder eine Gartengarnitur kauft, ist eine Frage der Stimmung“, sagt Reinhard Wolf, Vorstandschef der Raiffeisen Ware Austria (RWA). Und die sei nach wie vor schlecht, weil die Menschen wirtschaftlich verunsichert wären. Das sehe man auch im landwirtschaftlichen Bereich, wo die Traktor-Neuzulassungen um rund zehn Prozent eingebrochen sind. Wolf fehlen entsprechende Impulse seitens der Politik.

Die RWA ist das Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen der heimischen regionalen Lagerhaus-Genossenschaften, die wiederum den bäuerlichen Mitgliedern gehören. Im Vorjahr verbuchte der RWA-Konzern angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes und der niedrigen Energiepreise ein Umsatzminus von 2,1 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der Gewinn (EGT) sank wegen gesunkener Beteiligungserträge um 23,1 Prozent auf 22,7 Millionen Euro.

Rückgang von vier Prozent

Die 90 Lagerhaus-Genossenschaften setzten 4,2 Milliarden Euro um – ein Rückgang von vier Prozent. Der Großteil davon stammt aus NÖ, wo 16 Lagerhaus-Genossenschaften 1,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten (minus 1,9 Prozent).

Fusionen gab es zuletzt keine – auch heuer sind derzeit keine geplant. In NÖ sind an 452 Standorten 5.152 Mitarbeiter und 508 Lehrlinge beschäftigt.

RWA-Chef Reinhard Wolf erwartet für das laufende Jahr keine Trendwende in der Geschäftsentwicklung, da die Rahmenbedingungen gleichbleiben dürften.