Erstellt am 11. April 2017, 02:40

von Teresa Sturm

Drogerie wird neu. Rewe-Konzern hat im Vorjahr ein Umsatzplus in allen Lebensmittelgeschäften erzielt. Bipa verzeichnet Einbußen.

Die Bipa-Filialen in ganz Österreich (wie hier im Traisencenter St. Pölten) werden modernisiert.  |  Anita Kiefer

400 Millionen Euro wurden im Jahr 2016 investiert, allein drei Viertel davon in Österreich, heißt es bei Rewe International. In allen Lebensmittelgeschäften der Handelskette Rewe (Merkur, Penny, Billa und Adeg) konnten Umsatzzuwächse von über vier Prozent verzeichnet werden.

Im Drogeriebereich schaut es jedoch weniger gut aus. Die Kette Bipa (Sitz: Wiener Neudorf), Teil der Rewe Group, musste 2016 einen Umsatzrückgang von 4,46 Prozent (-40 Millionen Euro) hinnehmen. Der hohe Preisdruck und geänderte Wettbewerbsverhältnisse seien Auslöser gewesen. Daher sei man gezwungen gewesen, alles auf den Kopf zu stellen, sagt Frank Hensel, Chef von Rewe International. Die Preise von etwa 15.000 Artikel wurden gesenkt und die österreichweit etwa 600 Filialen (NÖ: 123) werden nun nach und nach modernisiert.

Neuerungen bei Penny

Marcel Haraszti, Vorstand von Bipa, kündigte außerdem an, dass das Parfum-Sortiment reduziert werden wird. Deren Platz wird von Müsli, Riegel und dergleichen eingenommen. Insgesamt nimmt Bipa 2.700 neue Produkte in das Sortiment auf.

Neben den Veränderungen bei Bipa gibt es auch Neuerungen bei Penny. Die Diskontlinie wird nun nicht mehr nur aus Deutschland, sondern auch von Wiener Neudorf aus bedient. Das soll zusätzlich vier Milliarden Euro mehr an Umsatz bringen. Rund 4.000 Filialen in zehn Ländern werden nun von hier aus gesteuert. Der Gesamtumsatz würde sich dadurch auf etwa 16 Milliarden Euro erhöhen. Die Investitionssumme von bisher 400 Millionen Euro jährlich wird auf 800 Millionen Euro steigen, womit Österreich mehr Gewicht innerhalb des Rewe-Konzerns hat.