Erstellt am 25. Mai 2016, 11:22

von APA Red

SBO machte im 1. Quartal 15 Mio. Euro Verlust. Dem österreichischen Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) macht der Rückgang der weltweiten Bohraktivitäten weiterhin schwer zu schaffen.

SBO-Bohrstangen  |  NOEN, ZVG
Im ersten Quartal 2016 hat sich der Umsatz auf 46,8 Mio. Euro mehr als halbiert, unterm Strich stand ein Nettoverlust von 15 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mitteilte.

"Der Abschwung ist noch nicht vorbei", sagte SBO-Chef Gerald Grohmann laut Aussendung. Die Anzahl der Bohranlagen sei allein im Laufe des ersten Quartals neuerlich um ein Fünftel gesunken - damit betrage der Rückgang seit Oktober 2014 fast 60 Prozent, in Nordamerika sogar fast 80 Prozent.

Der Auftragseingang sei im ersten Quartal um 28,8 Prozent auf 40,6 Mio. Euro zurückgegangen, der Auftragsstand lag Ende des ersten Quartals bei 28,3 Mio. Euro (nach 91,7 Mio. Euro per Ende März 2015).

Dennoch verdichten sich die Anzeichen für eine Erholung am Ölmarkt, meint Grohmann. Die Überversorgung werde im Laufe des zweiten Halbjahres abnehmen, die Investitionskürzungen hätten in Nordamerika und anderen Nicht-OPEC-Ländern bereits zu einem Rückgang der Produktion geführt. Die OPEC produziere weitgehend am Maximum.

Das Ergebnis der SBO vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) war im ersten Quartal mit 4,8 Mio. Euro negativ, nach einem EBITDA von 29 Mio. Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das operative Ergebnis (EBIT) drehte im Jahresabstand von 16,1 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro ins Minus. Dennoch habe man einen positiven Free Cashflow von 3,8 Mio. Euro erzielt, betonte Grohmann. Man sei auf Grund des hohen Cashbestands auch für eine längere Durststrecke gut gerüstet. "