Erstellt am 15. Juni 2016, 04:47

von NÖN Redaktion

„Sind Weltmeister bei Überstunden“. Forderung / Arbeiterkammer-Boss Wieser will Arbeit umverteilen, um Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Markus Wieser, Chef der Arbeiterkammer und des Gewerkschaftsbundes NÖ, macht sich für eine „faire Verteilung der Arbeit“ stark.

Stöger (l.) und Wieser.  |  NOEN, Erwin Schuh

Markus Wieser, Chef der Arbeiterkammer und des Gewerkschaftsbundes NÖ, macht sich für eine "faire Verteilung der Arbeit" stark. Anlass ist das Dialogforum zur Zukunft der Arbeit, das nun von den Interessenvertretungen organisiert wurde.

Österreich sei Überstundenweltmeister, so Wieser. Und bei der Arbeitsdauer der Vollzeitbeschäftigten liege man mit 41,5 Stunden in der EU auf Rang drei.

Insgesamt werde jährlich über eine Viertel Milliarde Überstunden verrichtet – 20 Prozent davon unbezahlt. „Allein diese 20 Prozent würden für NÖ 6.000 Vollzeitstellen ergeben“, fordert Wieser eine Umverteilung der Arbeit, um die Zahl der Jobsuchenden zu reduzieren.

Sozialminister Alois Stöger (SP) sieht zudem die Kollektivvertragsverhandlungspartner gefordert, die Arbeitszeit in den Branchen zu verkürzen – ohne die Löhne zu reduzieren.