Tulln

Erstellt am 03. Januar 2018, 01:43

von Daniel Lohninger

Tulln erhält Haus der Digitalisierung. Digitale Kompetenz soll ab 2022 in einem neuen Zentrum gebündelt werden.

Das Haus der Digitalisierung wird auf dem Technopol-Areal in Tulln bis 2022 errichtet.  |  NOEN, Peischl

Im April kündigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Errichtung eines Hauses der Digitalisierung an. Jetzt fiel die Standort-Entscheidung: Tulln erhielt den Zuschlag für den prestigeträchtigen Bau. Hier soll das Haus der Digitalisierung in das bestehende Technopol eingebunden werden. „Es wird im wahrsten Sinn des Wortes der Leuchtturm der Digitalisierung in Niederösterreich sein“, betonen Mikl-Leitner und Technologie-Landesrätin Petra Bohuslav. Ab 2022 wird hier Wirtschaft, Verwaltung, Forschung und Lehre gebündelt und Digitalisierung zugleich für die Bevölkerung erlebbar. Hier werden die neuesten Technologien präsentiert, die jeder Besucher auch vor Ort ausprobieren kann.

Weiterbildungsangebote sollen das Angebot ergänzen. Aufbauen wird das Haus der Digitalisierung auf das bereits in Niederösterreich in Fachhochschulen, Universitäten und Unternehmen vorhandene Know-how, das in einem Digitalisierungsnetzwerk gebündelt wird. Das nimmt Mitte Jänner seine Arbeit auf und verbindet in einem ersten Schritt die vorhandenen Einrichtungen in St. Pölten, Krems, Klosterneuburg und Wr. Neustadt miteinander. Eine Ausweitung auf weitere Knotenpunkte – auch im Ausland – ist in Folge vorgesehen. „Das Haus der Digitalisierung in Tulln wird nach der Fertigstellung die Zentrale dieses Netzwerkes sein“, erklärt Bohuslav. Das Konzept wurde unter Einbindung von Fachhochschulen, Universitäten, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Unternehmen erarbeitet, jetzt wird die konkrete Planung des Hauses sowie die Entwicklung des Betreiberkonzeptes in Angriff genommen.