Erstellt am 17. Mai 2017, 16:40

von NÖN Redaktion

Keine Scheu vor Gründungen. Immer mehr Unternehmen werden im IT-Bereich gegründet. Auch in Österreich.

Symbolbild  |  Rawpixel.com/Shutterstock.com

„Junge, noch nicht etablierte Unternehmen, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschäftsidee mit geringem Startkapital gegründet werden.“ So werden Start-ups zumindest dem Wirtschaftslexikon nach definiert.

Diese Unternehmen sind oft in den Bereichen Electronic Business, Kommunikationstechnologie oder Life Sciences angesiedelt. Start-ups sind in der Regel sehr früh zur Ausweitung ihrer Geschäfte und Stärkung ihrer Kapitalbasis entweder auf den Erhalt von Venture-Capital (zeitlich begrenzte Mittelüberlassungen, z. B. Eigenkapital) bzw. Seed Capital oder auf ei-nen Börsengang angewiesen. Manchmal steigen auch sogenannte „Business Angel“ in das Geschäft ein, die mit Geld, aber auch mit Rat bei der Unternehmensgründung als Stütze dienen.

Die Zahl der Neugründungen hat sich in Österreich binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Heuer fand schon zum 16. Mal der RIZ Genius-Wettbewerb statt. Hier prämiert Niederösterreich Start-ups und Innovationen. 18 haben es in die Vorauswahl von 120 Einreichungen geschafft. Knapp 50 Ideen wurden beim Jugendpreis eingereicht.

Ideen sollen in den Bereichen Innovation und Kundennutzen punkten

Ein smarter Schuh für Menschen mit Sehbehinderung, ein kreditkartengroßer Strahlendetektor, der mit dem Smartphone arbeitet, oder ein vollautomatisches Orgelpfeifenstimmgerät – die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sind erfinderisch. Die Ideen sollen in den Bereichen Innovation und Kundennutzen punkten. Im Jahr 2015 hat das Magazin Forbes Österreich zu einem von sieben internationalen Start-up-Hotspots gezählt. Im Vergleich gibt es in Österreich eine hohe Abgabenquote. Ein Teil davon wird wiederum in die Finanzierung von Innovationsprojekten gesteckt. Im Land gibt es daher einige Förderstellen für Menschen, die ein Unternehmen gründen wollen.

Die wichtigsten Förderstellen in Österreich sind die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws). Dort werden nicht rückzahlbare Zuschüsse, Garantien oder begünstigte Kredite angeboten.

Dass sich der große Erfolg nach einer Unternehmensgründung einstellen kann, beweist zum Beispiel der Niederösterreicher Felix Krause. Schon mit 16 Jahren hat er eine App für Fahrradrouten veröffentlicht. „Fastlane“ wurde mittlerweile von Twitter aufgekauft. Dort ist Krause nun auch als Entwickler angestellt.

Und auch Leo Widrich ist vor einigen Jahren mit seiner App ein Risiko eingegangen. Er brach das Studium ab, um nach San Francisco zu gehen und Investoren zu finden, und gründete dort schließlich Buffer. Die App synchronisiert und automatisiert Posts auf verschiedenen Social-Media-Seiten. Inzwischen macht die Firma des Melkers einen Jahresumsatz von zehn Millionen Dollar.

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