Erstellt am 07. Oktober 2015, 13:36

von Anita Kiefer

Status quo in der Industrie. Anlässlich der Tage der offenen Tür der NÖ Industrie gaben Vertreter der Industrie einen Einblick in die aktuelle Situation am Industriesektor im Land. Auch die Ergebnisse einer Studie zum Thema wurden präsentiert.

Warnt vor neuen Belastungen für die Betriebe: Industriellen-Präsident Marihart.  |  NOEN, Erich Marschik
Fünf Kernaussagen sind es, die eine Analyse des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) im Auftrag der Industriellenvereinigung NÖ über die aktuelle Situation der Industrie in NÖ hervorgebracht hat. Einige Ergebnisse: Etwa 158.000 Personen sind in NÖ im produzierenden Bereich beschäftigt.

Jeder siebte Industrielehrling Österreichs wird im Bundesland NÖ ausgebildet. Außerdem gäbe es ein starkes Produktionsnetzwerk zwischen großen und kleinen Industriebetrieben im Land, so der stellvertretende Geschäftsführer des IWI, Philipp Brunner.

Marihart übte Kritik

Die zuständige VP-Landesrätin Petra Bohuslav betonte, dass die Entwicklung zur Industrie 4.0, also der Digitalisierung der Produktion, bestmöglich unterstützt werden solle. Etwa gab es erst vor wenigen Tagen einen Fördercall für Projekte, die mit bis zu 200.000 Euro gefördert werden. Weitere Schwerpunkte liegen auf dem Breitbandausbau und dem Ausbildungssektor im Land, so Bohuslav.

Kritik übte der Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, Johann Marihart, an Forderungen wie Arbeitszeitverkürzung und sechster Urlaubswoche. Er sprach sich erneut für eine Senkung der Lohnnebenkosten und für Arbeitszeitflexibilisierung aus. Der Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer NÖ, Thomas Salzer, kritisierte die Bürokratie im Land.

Von 8. Bis 10. Oktober finden übrigens niederösterreichweit die Tage der offenen Tür bei 44 Niederösterreichs Industriebetrieben statt.