Erstellt am 15. November 2013, 19:34

Traisental-Schnellstraße vor Umweltverträglichkeitsprüfung. Für die Traisental-Schnellstraße wird zu Jahresende die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingeleitet, teilte die ASFINAG mit. Die Strecke sei ein wichtiges Projekt für die Erreichbarkeit des NÖ Zentralraumes.

Der Verein Lebenswertes Traisental kritisiert den geplanten Autobahnbau als "Millionenverschwendung", und von "PlattMobil" gab es die "Verkehrshimbeere" für die S34.

Kritik: "Umfahrungswünsche aus St. Pölten sollen befriedigt werden"

Die Plattform für nachhaltige Mobilität prämiert mit dem "Preis" aus ihrer Sicht nicht nachhaltige Verkehrslösungen. Seit Jahren verfolge das Verkehrsministerium im NÖ Zentralraum eine "rein autoverkehrslastige" Politik, erläuterte der Verein in einer Aussendung.

Dabei stagniere der Autoverkehr im Traisental, durch das zudem eine Bahnstrecke führt. Mit der geplanten vierspurigen Autobahn sollten die "Umfahrungswünsche aus St. Pölten befriedigt werden", meint PlattMobil.

S34 als "Relikt aus der Vergangenheit" würde "keine Lücke schließen"

Die S34 sei ein "Relikt aus der Vergangenheit und wurde als Transitstrecke zwischen St. Pölten und Graz geplant", hielt der Verein fest.

Die Schnellstraße verbinde weder Ballungszentren noch schließe sie eine Lücke im Autobahnnetz. Es würden lediglich Vororte der NÖ Landeshauptstadt umfahren. Eine vierspurige Autobahn mit einem "monströsen" Autobahnkreuz sei nicht gerechtfertigt, sondern würde eine Umfahrung nur verteuern.

Vorteile: Anrainer-Entlastung entlang der B20, Attraktivierung von Standorten

Die Asfinag stellte klar, dass das Projekt samt Auswirkungen bereits intensiv geprüft worden sei. Die Verkehrsentwicklung im Großraum St. Pölten werde erneut durch unabhängige Sachverständige untersucht, hieß es.

Im Mittelpunkt stehe der Schutz von Mensch und Umwelt. Die neue Strecke bringe eine leistungsfähige und verkehrssichere Anbindung des Traisentals an die A1 (West Autobahn), was auch die Attraktivität von Betriebsstandorten südlich von St. Pölten steigere.

Durch die Verlagerung des Durchgangsverkehrs in den Ortschaften entlang der B20 (Mariazeller Straße) auf die S34 entlaste die Asfinag die Anrainer von Verkehr, Lärm und Luftschadstoffen. Die Bündelung des Verkehrs auf einer Schnellstraße bringe in Zukunft weniger Unfälle und ein Mehr an Verkehrssicherheit.