Erstellt am 09. Februar 2016, 02:38

von NÖN Redaktion

Tristesse am Jobmarkt bleibt. Ende Jänner kletterte die Arbeitslosenquote in NÖ auf 11,3 Prozent. Vor allem Ältere und Kranke sind stark betroffen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Der konjunkturelle Aufschwung lässt weiter auf sich warten. Damit sind in NÖ Ende Jänner – im Vergleich zum Vorjahr – die Arbeitslosenzahlen wieder deutlich gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag bei 11,3 Prozent.

Beim Arbeitsmarktservice NÖ waren demnach 72.453 Personen als arbeitslos gemeldet. Das ist ein Plus von 2,8 Prozent. Zurückgegangen ist die Zahl der Schulungsteilnehmer – um 1,8 Prozent auf 9.523. Sie werden nicht als arbeitslos gewertet.

Leicht gestiegen ist dafür die Zahl der unselbstständig Beschäftigten. Und zwar um geschätzte 0,9 Prozent auf rund 570.000. Als Hauptgrund gilt der fortlaufende Trend zunehmender Teilzeitbeschäftigung. „Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen wird daher nicht im selben Ausmaß zunehmen wie die Wirtschaftsleistung“, analysiert AMS NÖ-Chef Karl Fakler die Situation.

Verbesserung bei Jugend

Im Detail sieht er aber etwa in den Bauberufen eine leichte Entspannung am Jobmarkt. Dort ging die Arbeitslosigkeit aufgrund des ausnehmend milden Winters um fünf Prozent oder 530 Personen zurück. Bei den Jugendlichen ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 3,6 Prozent zu bemerken.

Im Gegenzug bleibt die Lage für ältere Personen auf Jobsuche angespannt (plus 6,9 Prozent). Ähnlich schwierig ist die Arbeitsmarktlage für gesundheitlich beeinträchtigte Personen (plus 7,5 Prozent).