Erstellt am 28. Oktober 2015, 06:02

von Heinz Bidner

Stimmungslage in Betrieben sackt ab. Niederösterreichs Industriebetriebe werden nachdenklicher. Industriellenvereinigung fordert Senkung der Lohnnebenkosten.

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Die flaue Konjunktur spiegelt sich in der Stimmungslage der Industriebetriebe in NÖ immer stärker wider. Das zeigt eine Umfrage der Industriellenvereinigung (IV) NÖ zum dritten Quartal dieses Jahres unter 38 Unternehmen mit insgesamt 13.650 Mitarbeitern.

Das IV-NÖ-Konjunkturbarometer – als Mittelwert aus der Beurteilung der gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsentwicklung – ist deutlich abgesackt. Nachdem im zweiten Quartal mit 20 Punkten ein Zwischenhoch erreicht wurde, findet sich dieser Wert nun mit 0,7 Punkten nur noch knapp im positiven Bereich.

Dringender Reformbedarf

„Wie befürchtet war das Konjunkturhoch nur von kurzer Dauer“, kommentiert IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither die Umfrageergebnisse: „Das zeigt einmal mehr den dringenden Reformbedarf, vor allem im Rahmen einer Lohnnebenkostensenkung und einer Arbeitszeitflexibilisierung.“

Laut Umfrage dürfte sich der angeschlagene Jobmarkt auch im Industriebereich nicht verbessern. Knapp ein Drittel rechnet in den nächsten drei Monaten mit weniger Beschäftigten, nur jeder Zehnte glaubt an eine Verbesserung.

Bei der Einschätzung der Entwicklung für die nächsten sechs Monate bleibt die Stimmung trüb. Nur neun Prozent der Befragten rechnen mit einer guten Geschäftslage. 28 Prozent erwarten dagegen eine fallende Geschäftslage.