Erstellt am 26. Juli 2016, 04:40

von Teresa Sturm

Kostenlose Stornos nicht mehr möglich. Reisewarnung gibt, gelten normale Bestimmungen für Stornierungen. In der Türkei herrscht Ausnahmezustand. Da es keine

Recep Erdoğan, türkischer Staatschef, hat den Ausnahmezustand über das Land verhängt.  |  Drop of Light/Shutterstock.com

Ein Anschlag am Flughafen in Istanbul. Ein Putschversuch des Militärs. Präsident Recep Erdogan ruft den Ausnahmezustand aus. Auch die europäische Menschenrechtskonvention soll, zumindest teilweise, ausgesetzt werden.

Die Türkei kommt in den letzten Wochen aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Das wirkt sich auch auf die Tourismuszahlen aus. Laut dem Reiseunternehmen Ruefa (gemessen am Umsatz) fiel die Türkei vom 2. Platz der Lieblingsdestinationen auf den 6. Platz.

Ruefa und Eurotours haben am Wochenende (16. und 17. Juli) direkt nach dem Putschversuch für Abflüge in die Türkei kostenlose Umbuchungen und Stornierungen kulant durchgeführt. Vonseiten des Unternehmens heißt es, dass man in ständigem Kontakt mit dem Außenministerium stünde.

Dort würde zwar bei Reisen in die Türkei „erhöhte Vorsicht“ empfohlen, Reisewarnung gibt es aber keine. Daher würden seit Montag, 18. Juli, auch bei Ruefa wieder die normalen Stornoregelungen gelten. Die Situation vor Ort in den Ferienregionen sei ruhig.

Derzeit befinden sich etwa 5.000 Österreicher auf Urlaub in der Türkei.  |  qvattro/Shutterstock.com

Ähnlich wurde der Fall am besagten Wochenende bei dem Reiseunternehmen TUI gehandhabt. Laut Kathrin Limpel, Pressesprecherin von TUI, habe man Kunden bis einschließlich Montag, 18. Juli, kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten.

Schon da hätten nur noch wenige davon Gebrauch gemacht. „Am Wochenende waren es etwa zwei Drittel“, sagt Limpel über die Stornierungen. „Da war die Situation aber noch unklarer. Seit Dienstag gelten wieder die allgemeinen Reisebestimmungen.“

Dafür wird auch bei TUI der Grund genannt, dass es keine Reisewarnung gibt. Derzeit gelte die Sicherheitsstufe zwei von sechs. „Das hat sich auch nach dem Ausnahmezustand nicht geändert“, so Limpel.

„Von unseren Gästen wollte niemand zurück. Wir haben aber auch vor Ort Ansprechpartner“, heißt es weiter. Sollte es also ruhig bleiben, bliebe es auch bei den derzeitigen Bestimmungen.