Ternitz

Erstellt am 23. August 2016, 17:44

SBO: Analysten sehen Abrutschen von Betriebsergebnis. Analysten der Baader Bank, Erste Group und der Raiffeisen Centrobank (RCB) erwarten von den am Mittwoch anstehenden Zweitquartalszahlen des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann (SBO) im Schnitt einen Betriebsverlust (EBIT) von 16 Mio. Euro.

SBO-Bohrstangen  |  NOEN, ZVG

Im Vergleichszeitraum der Vorjahresperiode war noch ein positives EBIT von 3,2 Mio. erwirtschaftet worden.

Der Nettoverlust dürfte sich laut den Schätzungen um mehr als die Hälfte (52 Prozent) auf 15,7 Mio. Euro vergrößert haben. Auch der Umsatz wird im Mittel deutlich geringer bei 47,5 Mio. Euro (minus 40 Prozent) gesehen.

Obwohl der Ölpreis derzeit wieder etwas an Schwung gewinnt und auch die Anzahl der aktiven Bohrtürme ("Rig Count") Anzeichen einer Erholung zeigen, werden sich diese Faktoren noch nicht positiv in den Ergebnissen von SBO niederschlagen, prognostizieren die Analysten der Erste Group. Auch die Konsolidierung der Downhole Technology werde nichts an den sinkenden Gewinnen ändern können.

Die Experten der Baader Bank erwarten noch zwei weitere schwierige Quartale für die SBO. Auch angesichts der hohen Börsenbewertung empfehlen sie für die SBO-Aktie derzeit nur "hold" und halten eine Wette auf steigende Bohraktivitäten und eine Stabilisierung des Ölpreises derzeit weiter für riskant.

SBO-Analystenprognosen für das zweite Quartal 2016 (in Mio. Euro):

SBO Baader Erste RCB Mittel Vorjahr Veränderung Umsatz 54,6 42,8 45,0 47,5 79,3 -40% EBIT -17,6 -17,0 -13,4 -16,0 3,2 Nettoergebnis n.v. -20,6 -10,8 -15,7 -10,3 +52%