Erstellt am 03. Januar 2018, 02:39

von Anita Kiefer

Ein Plus bei Löhnen und Pensionen im neuen Jahr. Vorschau Die digitale Vignette, Lohnerhöhungen und das Ende des 500-Euro-Scheins kommen 2018.

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Unter den Neuigkeiten, die das Jahr 2018 bringt, sind einige wirklich positive. Der Steuerbescheid wird leichter und ein Plus gibt’s bei Pensionen, Familienbeihilfe und Lohn. Die Details:

  • Lohnerhöhungen. Die meisten Branchen erwarten Lohnerhöhungen teils deutlich über der von der Nationalbank prognostizierten Inflationsrate von 1,7 Prozent. Die Metaller etwa erhalten ein Lohn- und Gehaltsplus von drei Prozent.
  • Pensionserhöhungen. Auch bei den Pensionen gibt es ein Plus im neuen Jahr – und zwar sozial gestaffelt. Ab 4.980 Euro Pension gibt es keine Erhöhung mehr.
  • Hilfe für Familien. Noch ein Plus gibt es bei der Familienbeihilfe – sie wird per 1. Jänner um 1,9 Prozent angehoben. Außerdem wird der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen vorangetrieben – 52,5 Millionen Euro stellt der Bund dafür zur Verfügung.
  • Leichterer Steuerbescheid. Bei der Veranlagung für das Jahr 2017 werden bestimmte Sonderausgaben wie Spenden durch Datenaustausch mit der Finanzverwaltung automatisch in den Einkommenssteuerbescheid einfließen.

Mindestquote in Aufsichtsräten

  • Besserung für Bankkunden. Ab 13. Jänner ist es Banken nur in Ausnahmefällen erlaubt, Gebühren für Bargeldbehebungen mit Bankomatkarte zu verrechnen. Und: Die kontoführende Bank muss alle Gebühren und Entgelte übernehmen, die etwa Automatenbetreiber wie Euronet verlangen.
  • Ende für 500-Euro-Schein. Mit Ende des Jahres wird die Europäische Zentralbank keine 500-Euro-Noten mehr ausgeben. Damit sollen Terrorfinanzierung und Geldwäsche bekämpft werden.
  • Stabile Prämien. Die staatlichen Prämien für Bausparen (1,5 Prozent) und Zukunftsvorsorge (4,25 Prozent) bleiben stabil.
  • Erweiterter Zugang. Ab 2018 können nicht mehr nur allein Kreditinstitute auf Kontodaten zugreifen. Diese müssen auch Drittanbietern Zugriff auf Konten und Daten der Kunden geben –  insofern der Kunde zugestimmt hat.
  • Kein absolutes Rauchverbot. Das bereits 2015 beschlossene absolute Rauchverbot per 1. Mai 2018 wird doch nicht durchgeführt.
  • Neue Pickerl-Vorschriften. Mit 20. Mai gibt es neue Vorschriften bei der §57a-Überprüfung. Bei Feststellung eines schweren Mangels etwa darf das Fahrzeug nur mehr zwei Monate ab Überprüfung verwendet werden. Außerdem müssen Neuwagen ab Frühjahr über das eCall-System verfügen.
  • Teurere & digitale Vignette. Erstmals kann für 2018 anstelle der Klebevignette die digitale Autobahn-Vignette erworben werden. Die Pkw-Jahresvignette kostet in beiden Fällen 2018 87,30 Euro.
  • Mindestquote für Frauen. Nachbesetzungen im Aufsichtsrat von börsennotierten und großen Unternehmen müssen nach Schlüssel erfolgen, das unterrepräsentierte Geschlecht mit 30 Prozent vertreten sein.