Zistersdorf

Erstellt am 21. Juli 2016, 13:50

von APA/Red

Dürr-Standort vor Schließung. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbaukonzern Dürr plant, seinen Fertigungsstandort in Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf) zu schließen. Dort produzieren etwa 85 Mitarbeiter Anlagenkomponenten für Automobillackierereien und Abluftreinigungssysteme.

Bildquelle: Dürr

Die Produktion in dem 1970 errichteten Werk im Weinviertel werde voraussichtlich im vierten Quartal eingestellt, teilte Dürr mit.

Der Konzern mit der Zentrale in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) bestätigte damit am Donnerstag auf Anfrage einen NÖN-Online-Bericht. "Dem ist leider so", ließ ein Firmensprecher wissen. Der Grund für die geplante Schließung sei "rein wirtschaftlich, das Werk ist über Jahre defizitär gewesen".

Rund 60 Prozent der Produktion werden aus Zistersdorf nach China geliefert, dem mittlerweile größten Einzelmarkt des Dürr-Konzerns, hieß es in einer Aussendung. "Die zunehmende Verlagerung der Nachfragemärkte, Veränderungen in der Produktpalette sowie verschärfter Kosten- und Wettbewerbsdruck führen dazu, dass der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich aufrechterhalten werden kann.

"Schließung ist unausweichlich"

Der Export vergleichsweise einfacher Komponenten von Mitteleuropa in andere Märkte lässt sich im Vergleich zu einer lokalen Produktion in diesen Märkten nicht mehr wettbewerbsfähig darstellen." Die bisher im Weinviertel hergestellten Komponenten würden künftig vor allem in China und damit "marktnäher produziert".

"Wir haben lange versucht, das Werk in Zistersdorf auszulasten und dem Kostendruck durch Effizienzsteigerungen entgegenzuwirken. Angesichts der schwierigen Ertragssituation ist die Schließung nun aber unausweichlich", sagte Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG. Der Abbau der Arbeitsplätze soll "so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden".