Erstellt am 22. September 2016, 16:30

75.000 Arbeitsplätze in Österreich gesichert. Insgesamt wurden 2014 mehr als 75.000 Arbeitsplätze durch die Weinwirtschaft gesichert, was 1,6% der österreichischen Beschäftigten ausmachte.

v.l.n.r.: Johannes Schmuckenschlager (Aufsichtsratsvorsitzender der ÖWM), Alexander Schnabl (Leiter der IHS-Studie) und Willi Klinger (Geschäftsführer der ÖWM)  |  ÖWM/Anna Stöcher

Die Weinwirtschaft hat eine nicht unerhebliche Bedeutung für die Volkswirtschaft Österreichs. Um den oft unterschätzten Beitrag dieser Branche zur österreichischen Gesamtwirtschaft zu erheben, wurde von der Österreich Wein Marketing (ÖWM) eine wissenschaftliche Untersuchung beim Institut für Höhere Studien (IHS) in Auftrag gegeben

Positiver Effekt in Handel, Gastgewerbe und Tourismus

Neben der Weinproduktion in Österreich entstehen die stärksten positiven Effekte in den Bereichen Handel, Gastgewerbe und Tourismus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass 40% der Wertschöpfung und 35% der Beschäftigung der mit Wein zusammenhängenden Wirtschaft außerhalb der vier Weinbundesländer liegen.

Auch der Fiskus konnte sich die Hände reiben: Selbst nach Abzug diverser Subventionen, die 2014 in Summe immerhin 230,6 Millionen Euro ausmachten, flossen konsolidiert mehr als eine Milliarde Euro an Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand zurück.

"Wünsche mir eindeutige Ergebnisse dieser Studie"

Aufgrund fehlender wesentlicher Vergleichswerte aus dem Vergleichsjahr 2004 ist die Studie nur bedingt für eine Analyse der Entwicklung der Weinwirtschaft im letzten Jahrzehnt aussagekräftig. „Immerhin lässt sich eindeutig dokumentieren, dass der Durchschnittsverdienst in der agrarischen Weinproduktion deutlich gestiegen ist, während der Anteil der Subventionen an der Wertschöpfung deutlich zurückgeht. Dies ist sicherlich auf die positive Entwicklung der qualitätsorientierten Betriebe und deren Unterstützung durch die Österreich Wein Marketing zurückzuführen“, zeigt sich Weinbaupräsident und ÖWM Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Schmuckenschlager überzeugt.

 „Ich wünsche mir, dass der Bund die eindeutigen Ergebnisse dieser wichtigen Studie richtig deutet und die Weinwirtschaft wie die hier vorbildlich agierenden Weinbauländer wieder stärker unterstützt. Die Abschaffung der völlig kontraproduktiven Sektsteuer und die Rücknahme der letzten Kürzung des ÖWM Beitrags auf null sind oberste Priorität, wenn die Erfolgsgeschichte unserer Weinwirtschaft weitergehen soll“, fordert ÖWM Geschäftsführer Willi Klinger als Auftraggeber der vorliegenden Studie.