Erstellt am 15. April 2014, 00:00

„Der Kunde im Mittelpunkt". Christian Teichmann, Direktor von Scania Österreich, im Gespräch mit NÖN-Redakteurin Gerti Süss.

 |  NOEN, zVg

Ausbildung: Wirtschaftsstudium an der Universität Trier.

Karriere: Teichmann (46) jobbte während seines Studiums als Lkw- und Busfahrer. Danach arbeitete er für Black & Decker in den USA. 1995 wechselte er zu Scania Deutschland. Nach weiteren Stationen bei VW sowie bei Scania in Ungarn und Spanien wurde er 2012 Chef von Scania Österreich.

Unternehmen: Der aus Schweden stammende Konzern Scania produziert Nutzfahrzeuge, Busse sowie Industrie- und Marinemotoren. In Österreich hat Scania 13 eigene Standorte, davon fünf in NÖ. Der Hauptsitz ist in Brunn/Gebirge. Weltweit beschäftigt Scania fast 40.000 Mitarbeiter, davon ca. 450 in Österreich. Der Österreich-Umsatz 2013 betrug 170 Mio. Euro.


Sie haben schon auf der ganzen Welt gearbeitet und sind seit 2012 bei Scania Österreich. Haben Sie sich schnell eingelebt?
Teichmann: Die Scania-Werte gelten auf der ganzen Welt. Da findet man sich gleich zurecht.

Und wie lauten diese Werte?
Teichmann: Der Kunde im Mittelpunkt. Respekt gegenüber dem Einzelnen. Vermeidung von Verschwendung.

Authentizität und Transparenz sind mir wichtig"

Was ist das Geheimnis Ihres persönlichen Erfolgs?

Teichmann: Ich versuche, die Mitarbeiter für ein Ziel begeistern zu können und dieses Ziel dann auch gemeinsam mit ihnen zu verfolgen. Wichtig sind mir auch Authentizität und Transparenz. Deswegen suche ich auch immer den Kontakt zu den Mitarbeitern, sowohl in der Zentrale als auch in den Filialen.

Mit welchen Herausforderungen haben Sie derzeit zu kämpfen?
Teichmann: Ein Thema, das die ganze Branche beschäftigt, ist die Abgasvorschrift der EU seit 1. 1. 2014. Das hat die Lkw-Industrie mehrere Milliarden Euro gekostet. In einem hart umkämpften Markt fällt es schwer, diese Kosten durchzusetzen.

Die NÖN holt jede Woche Führungspersönlichkeiten von großen niederösterreichischen Unternehmen vor den Vorhang.