Erstellt am 15. Juli 2014, 07:31

von Gerti Süss

Erfüllung der Kundenwünsche steht im Mittelpunkt. Roland Suter, Geschäftsführer von Hartl Haus in Haimschlag, im Gespräch mit Gerti Süss.

Roland Suter, Geschäftsführer von Hartl Haus in Haimschlag  |  NOEN, zVg

Hartl wurde im Jahr 1897 als Zimmereibetrieb gegründet und ist heute einer der größten Arbeitgeber im Waldviertel. Was ist das Geheimnis hinter diesem Erfolg?

Suter: Der hohe Anspruch an Qualitätsmaßstäbe – im Mittelpunkt steht die Erfüllung der individuellen Kundenwünsche – und das ständige Bestreben nach Verbesserung.

Welche Vor- und Nachteile hat der Standort Haimschlag?

Suter: Unser Werksstandort befindet sich inmitten unserer schönen Natur im Waldviertel und dadurch sind wir mit unserem Rohstoff stark verbunden. Auch dürfen wir uns über langjährige und loyale Mitarbeiter freuen. Ein Nachteil sind natürlich die langen Anfahrtswege für Kunden und Partner und auch die schlechte Infrastruktur.

Mit welchen Herausforderungen haben Sie zu kämpfen?

Suter: Am meisten kämpfen wir im Moment mit den neun unterschiedlichen Bauordnungen in Österreich. Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen, und somit wäre eine Vereinheitlichung sehr hilfreich. Wir müssen uns hier beharrlich für Verbesserungen einsetzen und Meinungsbildner überzeugen, dass eine Vereinheitlichung für uns alle Vorteile bringen würde. 
 


  • Ausbildung: Lehrabschluss an der Kaufmännischen Berufsschule in Aarau (Schweiz).

  • Karriere: Suter (61) trat 1975 als Geschäftsführer in das Familienunternehmen Lyrer & Co. ein, aus dem später die Talot Handels AG entstand, die im Jahr 1985 die Waldviertler Firma Wenzl Hartl übernahm. 1990 übernahm Suter gemeinsam mit seinem Bruder die Geschäftsführung von Hartl Haus.

  • Unternehmen: Hartl Haus ist der älteste österreichische Fertighaushersteller und hat seinen Sitz in Haimschlag im Waldviertel. Am Hauptsitz beschäftigt Hartl Haus 250 Mitarbeiter, zudem gibt es 20 Außendienst-Mitarbeiter. 2013 betrug der Umsatz rund 38 Millionen Euro.