Erstellt am 28. Oktober 2014, 07:16

von Gerti Süss

Frank Wolfinger: "Fachkräfte wie Stecknadeln im Heuhaufen". Frank Wolfinger, Geschäftsführer von Egston in Eggenburg, im Gespräch mit Gerti Süss.

Sucht Fachkräfte wie »die Stecknadeln im Heuhaufen«: Egston-Chef Frank Wolfinger.  |  NOEN, Dieter Schewig

Wo kommen die von Egston produzierten Bauelemente in der Praxis zum Einsatz?
Wolfinger: Ein paar Beispiele sind Komponenten für intelligente Stromzähler oder für Hybridantriebe, Netzgeräte für Medizintechnik-Produkte oder Kabelsysteme für Baumaschinen.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?
Ich versuche stets, die Mitarbeiter zu begeistern und nahe am Kunden zu sein. Zudem habe ich ein gutes Gefühl für den Markt.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am besten?
Die Internationalität und die Chance, etwas entwickeln zu können, um technische Lösungen zu verbessern.

Spüren Sie in Ihrem Unternehmen den Fachkräftemangel?
Wir brauchen sehr spezialisierte Leute, und die suchen wir wie die Stecknadeln im Heuhaufen. Unser Entwicklungsbüro ist in Klosterneuburg, weil wir diese Spezialisten eher in der Nähe Wiens finden. Nur durch Entwicklung können wir uns gegenüber der Konkurrenz aus China profilieren. Denn Chinesen sind gut im Kopieren, aber nicht im Entwickeln.  


  • Ausbildung: Studium der internationalen BWL an der Wirtschaftsuniversität Wien.

  • Karriere: Wolfinger (50) startete seine Karriere bei Unilever und wechselte später zu einer Schweizer Medizintechnik-Firma und zur Mayr-Melnhof Karton AG. Seit 2007 ist er Geschäftsführer von Egston.

  • Unternehmen: Egston produziert elektromechanische Bauelemente. Das Familienunternehmen entstand 1991 aus einem Management-Buyout von Alcatel. Neben dem Hauptsitz in Eggenburg gibt es Standorte in Tschechien, China und Indien sowie ein Entwicklungsbüro in Klosterneuburg. Insgesamt arbeiten 1.100 Menschen für Egston, davon 128 in Eggenburg. Im Vorjahr betrug der Umsatz 45 Millionen Euro.