Erstellt am 07. Mai 2014, 12:00

von Gerti Süss

„Ich sehe eigentlich keine Nachteile“. Georg Bursik, Leiter der Wopfinger Baustoffindustrie GmbH in Wopfing, im Gespräch mit NÖN-Redakteurin Gerti Süss.

Ist im Baubereich mit vielen Gesetzen und Normen konfrontiert: Wopfinger-Chef Georg Bursik. Foto: Baumit  |  NOEN, Baumit

Ausbildung: Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien

Karriere: Bursik (45) startete seine Laufbahn 1997 im Controlling der Wopfinger Stein- und Kalkwerke. 1999 wurde er Geschäftsführer von Baumit Ungarn, seit 2007 ist er kaufmännischer Geschäftsführer der Wopfinger Baustoffindustrie.

Unternehmen: Die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH gehört zur Schmid Industrie Holding und produziert Zement, Kalk, Trockenputze, Estriche und Fassadenputze. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für die Marke „Baumit“. Der Hauptsitz ist in Wopfing (Bezirk Wiener Neustadt). Wopfinger beschäftigt rund 400 Mitarbeiter und erzielte 2013 rund 150 Millionen Euro Umsatz.


Wie lautet Ihre Unternehmensphilosophie?

Bursik: Was wir machen, hat Zukunft. 20 Prozent des Umsatzes erzielen wir mit Innovationen, die nicht älter als 5 Jahre sind. Innovation ist unser Motor!

Welche Vor- und Nachteile hat der Standort Wopfing?

Die Vorteile liegen darin, dass wir nahe am Rohstoff sind, viele Mitarbeiter aus der Region stammen, eine sehr niedrige Fluktuation und daher auch eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen haben. Wir finden auch immer qualifizierte Arbeitskräfte. Verkehrstechnisch sind wir gut gelegen. Ich sehe eigentlich keine Nachteile.

Was sind die großen Herausforderungen, mit denen Sie derzeit am meisten zu kämpfen haben?

Ich sehe die größte Herausforderung darin, die Gesetzesvielfalt im Baubereich einzuschränken und EU-weite Normen zu reduzieren. Politischen Handlungsbedarf orte ich auch beim Thema „Technologiefreiheit“. Ich halte nichts davon, wenn die Politik sich nur auf die Forcierung von Holz als Baustoff beschränkt. Der Konsument soll frei entscheiden können, womit er bauen will. -gs-

Die NÖN holt jede Woche Führungspersönlichkeiten von großen niederösterreichischen Unternehmen vor den Vorhang.